Wer wie hier in Kinzenbach oder in Heuchelheim bestattet wird, der muss künfig moderat mehr bezahlen. FOTO: KME
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Wer wie hier in Kinzenbach oder in Heuchelheim bestattet wird, der muss künfig moderat mehr bezahlen. FOTO: KME

Der Tod hat seinen Preis

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Heuchelheim(so). "Mors certa, hora incerta", haben wir im Lateinunterricht gelernt. Irgendwann trifft es jeden. Den einen unverhofft, manch anderen vorhersehbar. Die Stunde bleibt ungewiss. Doch so sicher wie der Tod ist, so sicher sind auch die Folgekosten. Sterben kostet das Leben. Und hat danach auch einen irdischen Preis. Wo der liegt, das regelt überall die "Gebührenordnung zur Friedhofsordnung". Diese wird derzeit in Heuchelheim überarbeitet. Und zwar in zwei Schritten. Jeweils zum 1. April dieses und des nächsten Jahres sollen die Gebühren steigen, um etwas kostendeckender zu werden.

Erhöhung in zwei Schritten

Denn in einem Punkt ist man sich in Heuchelheim mit vielen anderen Kommunen einig: Kostendeckend wird es nicht werden. Angestrebt werden rund 75 Prozent. Die Kommune legt also drauf. Bewusst.

Die Gemeinde hat vor drei Jahren ein Fachbüro damit beauftragt, die Satzung zu überprüfen und Vorschläge zu erarbeiten. Die liegen jetzt vor und wurden am Donnerstag im Fachausschuss der Gemeindevertretung ohne weitere Debatte befürwortet. In der kommenden Woche berät der Finanzausschuss dazu. Das letzte, entscheidende Wort hat die Gemeindevertretung am 4. Februar. Einige Positionen im Einzelnen: Die Bestattung in einem Erdreihengrab kostet statt 750 künftig 800 Euro. Für das Wahlgrab steigen die Kosten von 815 auf 950 Euro. Die Urnenbestattung soll von 570 auf 610 Euro steigen. Bei einem Urnenwahlgrab klettert der Preis von 570 auf 590 Euro. Das Erdwahlgrab steigt bei 40 Jahren Ruhezeit von 1440 auf 1790 Euro. Bei Urnengräbern sollen statt bislang 1040 nun 1220 Euro fällig werden.

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