"Schwer krank und verwahrlost"

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Heuchelheim(pm). In der gut besuchten Mitgliederversammlung des Katzenschutzvereins "Katzenreich" berichtete das Vorstandsteam aus Ilona Kreiling, Ute Hopperdietzel und Irmtraut Gottschald über einen positiven Verlauf des Jahres 2019. Der intensive Katzenschutz in der Region beschränke sich nicht nur auf die Übernahme und Vermittlung von Katzen, sondern umfasse auch umfangreiche Kastrationsaktionen verwilderter Katzenpopulationen, so etwa mehrere im Raum Lich.

Teilweise sei nachfolgend die Betreuung und Bestandskontrolle der kastrierten Tiere zu organisieren und damit verbunden auch eine Versorgung der Futterstellen mit Katzenfutter. Vereinsmitglieder würden oft mit dem zunehmenden Katzenelend konfrontiert. Häufig würden schwer kranke und verwahrloste Tiere aufgenommen und in privaten Pflegestellen untergebracht, sodass die Aufnahmekapazität der Pflegestellen schnell erschöpft sei. Umso erfreulicher sei, dass 2019 eine neue zuverlässige Pflegestelle dazugewonnen werden konnte.

"Eine Umsetzung der Kastrationspflicht durch die Städte und Gemeinden wird angesichts dieser angespannten Lage und der stetig steigenden Katzenschwemme immer dringlicher", so der Vorstand von "Katzenreich". Deswegen habe man im Vorjahr viele Gespräche geführt, um Kommunen im Landkreis Gießen für die Einführung einer Katzenschutzverordnung zu gewinnen - erfolglos.

Furcht vor Kosten

Die Gemeinden zeigten kein Interesse, häufig aus Unkenntnis oder mit der Befürchtung, dass Kosten auf sie zukommen könnten. Trotz Corona-Krise werde der Verein auch 2020 weitere Anstrengungen unternehmen, um in dieser Angelegenheit weiterzukommen.

Das Jahr 2019 war von vielen Aktivitäten geprägt. So gab es zwei Vorträge der Katzenverhaltenstherapeutin Manuela Möhrlein, das Sommerfest, einen Verkaufs- und Info-Stand beim Heuchelheimer Martinsmarkt, einen Weihnachtsbasar im "Katzenreich" in Heuchelheim und eine Lesung in der Kulturstation in Wetzlar als Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins. Zudem wurde eine Spendenaktion zugunsten des Vereins organisiert. Für das laufende Jahr mussten alle geplanten Veranstaltungen coronabedingt abgesagt werden.

Karsten Brunda berichtete über eine weiterhin positive finanzielle Entwicklung des Vereins im Jahr 2019 und ein zufriedenstellendes Ergebnis. Das bisherige Vorstandsteam stellte sich wieder zur Wahl und wurde einstimmig von den Mitgliedern bestätigt. Neben Martin Kreiling wurde auch Annette Schlapp wieder als Beisitzerin gewählt.

Das Vorstandsteam bedankte sich bei mehreren Mitgliedern für deren tatkräftige Mithilfe, ohne die eine so umfangreiche Katzenschutzarbeit wie im vergangenen Jahr nicht möglich gewesen wäre. Alles in allem kann der Katzenschutzverein durch die Unterstützung von Ehrenamtlichen und Spendern auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken.

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