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Trotz hoher Eigenleistung sind die Kosten für die Sanierung der beiden historischen Schienenbusse enorm und haben bereits jetzt den Anschaffungspreis von 1995 erreicht.

Schienenbussanierung macht Sorgen

  • VonRedaktion
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Heuchelheim (pm). Die erste Mitgliederversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Heuchelheim-Kinzenbach e. V. nach der letztjährigen Namensänderung und Neuausrichtung war nur schwach besucht. Vorsitzender Gerhard Kreiling gab den Bericht zum Heimatmuseum ab. Trotz der 17-monatigen coronabedingten Schließung seit März 2020 wurden hinter den Kulissen von den ehrenamtlichen Mitarbeitern umfangreiche Pflege- und Erhaltungsarbeiten geleistet.

Die Gemeinde Heuchelheim ließ den Hintereingang erneuern. Damit kann das Heimatmuseum endlich wieder gefahrlos mit Rollator und Rollstuhl erreicht werden. Für die Übernahme der Kosten durch die Gemeinde als Eigentümerin des Gebäudes dankte der Vorsitzende ausdrücklich. Die ebenso dringende Sanierung des gesamten Daches lässt aber weiter auf sich warten. Inzwischen sind erste Durchfeuchtungsschäden zu verzeichnen.

Die neue Dauerausstellung »Jüdisches Leben in Heuchelheim« konnte eingerichtet werden und soll Mitte Oktober mit einer kleinen Feierstunde offiziell eröffnet werden. Hier hofft Kreiling noch auf weitere Exponate.

Ein Dauerthema war und ist die Sanierung der beiden historischen Schienenbusse hinter dem Museum. Da fast alle Arbeiten von wenigen Ehrenamtlern erledigt werden, dürfte sich dieser Prozess noch über einen langen Zeitraum erstrecken. Hier sind handwerklich begabte Freiwillige herzlich willkommen. Trotz der hohen Eigenleistungen sind die Kosten enorm und haben bereits jetzt den Anschaffungspreis von 1995 erreicht. Der Verein will alles ihm Mögliche tun, um die Wahrzeichen des Heimatmuseums und der Kanonenbahn zu erhalten.

Im Anschluss erstattete Siegfried Jaedike als Leiter des Kamera-Museums seinen Jahresbericht. Es gab über 300 Einlieferungen von Kameras und Fotozubehör, manchmal anonym vor der Museumstür. Ein von dem Heuchelheimer Maler Rudi Hofmann auf einer Außenwand des Museums angebrachtes Gemälde, welches die Vergangenheit des Gebäudes als ehemaliges Gemeindebackhaus und die jetzige Nutzung darstellte, fand leider nicht die Zustimmung aller Betrachter und musste teilweise überarbeitet werden. Bei einem Besuch im Kamera-Museum kann man die geänderte und gut gelungene Ausführung im Original, wie auch die Ur-Version als Foto betrachten. Für den Arbeitskreis Ortsgeschichte gab Werner Rinn einen Überblick über die gemeinsame Arbeit mit Gerhard Henkelmann. Im Internetauftritt des Vereins unter www.hgv-heuchelheim-kinzenbach.de sind ausgewählte Berichte, auch aus früheren Jahren, nachzulesen.

Nach dem Kassenbericht von Kassiererin Elke Kreiling und dem Bericht der Prüferinnen, erstattet von Ursula Engelhardt, wurde der Jahresabschluss 2020 durch die Versammlung einstimmig angenommen und nachfolgend die Entlastung des Vorstandes ebenso einstimmig erteilt.

Als Terminankündigung verwies Kreiling auf den Internationalen Museumstag am Sonntag, den 15. Mai 2022, zu dem eine Sonderausstellung zum 75. Gründungstag des Kulturrings Heuchelheim-Kinzenbach geplant ist.

Es schloss sich eine intensive Diskussion über die Arbeiten des Kulturrings als Vorgängerverein des Heimat- und Geschichtsvereins zum Thema der jüdischen Bevölkerung in Heuchelheim und deren Schicksal in den 1930/40er Jahren an.

Als Abschluss der Versammlung erfolgte die Ehrung zweier verdienter Ehrenamtler für 25-jährige Mitgliedschaft, Siegfried Jaedike als Leiter des Kamera-Museums und Hans-Jürgen Weiser als 2. Vorsitzender.

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