Pläne für ein Familienzentrum

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Heuchelheim (so). Wenn der Pflegedienst des Roten Kreuzes das Gebäude der Sozialstation an der Heuchelheimer Kindergartenstraße verlässt und nach Kinzenbach umzieht, dann soll das Häuschen künftig als Familienzentrum dienen. Diese Idee haben CDU, Freie Wähler und FDP in Heuchelheim zur Diskussion gestellt. Laut CDU-Fraktionsvorsitzendem Mirko Nowotny ist an einen "Knotenpunkt" für familienbezogene Leistungen gedacht. Seine Stichworte: Bildungs- und Erziehungsangebote, Förderung, Beratung.

Nach ausgiebiger Debatte hat die Gemeindevertretung am Dienstag unter Vorsitz von Claudia Coburger-Becker (CDU) beschlossen, dass dazu ein Konzept erarbeitet wird, in dem auch Kosten ermittelt werden und die Verkehrssituation in der Kindergartenstraße in den Blick genommen wird.

Wobei es durchaus auch kritische Stimmen und Anregungen dazu gibt. Eine ganze Reihe von Institutionen befassen sich mit diesen Aufgaben, brachte Dieter Schneider (SPD) in die Debatte ein. Er regte an, erst einmal zu schauen, was diese bereits erarbeitet haben, bevor man in Heuchelheim versuche, das Rad neu zu erfinden.

Auftrag für ein Konzept

Auch Gerhard Schulze-Velmede von den Grünen sprach von einem "anspruchsvollen Unterfangen". Ein Familienzentrum könne man nicht eben einmal so aus dem Ärmel schütteln. Ohne der guten Idee damit eine Absage erteilen zu wollen, rät der Grüne dazu, das Thema etwas zurückzustellen. Denn mit dem Neubau der Rappelkiste habe man ohnehin eine große Aufgabe zu stemmen. Vor diesem Hintergrund sieht Schulze-Velmede die Gemeinde mit der Arbeit an einem Familienzentrum derzeit "überfordert". Letztlich wurde der Auftrag ans Rathaus, ein Konzept zu erstellen, bei vier Enthaltungen aus den Reihen von SPD und KWI einmütig beschlossen.

Zurückgestellt ist derweil die weitere Planung für ein Gesundheitszentrum in Kinzenbach nahe der Alten Schule. Bürgermeister Lars Burkhard Steinz hat angekündigt, die Sommermonate für die Suche nach einem Investor zu nutzen. Dies, um privates Kapital zu finden und den Gemeindehaushalt nicht zu belasten. Nachgedacht wird über ein Haus mit Arztpraxen und weiteren Dienstleistern wie etwa Physiotherapeuten. Steinz sieht darin eine Ergänzung der Alten Schule, die zu einem neuen Dorfzentrum mit Sozialstation, Räumen für Vereine, Café, etc. werden soll. Die Idee des Bürgermeisters: medizinische Infrastruktur für die Bürger auch künftig vorzuhalten. Eine potenzielle Mieterin ist die bereits an der Kinzenbacher Hauptstraße ansässige Ärztin.

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