Plädoyer für regenerativen Energiemix

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Heuchelheim (pm). Über die Bedeutung von Fotovoltaik (PV) für die Energiewende, den Nutzen für private Betreiber, über Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten referierte beim Heuchelheimer Energieeffizienz-Forum (HENEF) Jojakim Sames, Diplom-Ingenieur für Bauwesen und Gutachter für Fotovoltaik. Der Online-Vortrag stand unter dem Titel »Mit PV-Sonnenstrom die Energiewende gestalten«.

»Nachdem ich längere Zeit in Entwicklungsländern für das Technische Hilfswerk und die UNO tätig war und im Tschad in einem Flüchtlingslager arbeitete, ist in mir der Umweltgedanke gereift, und ich habe beschlossen, mich zugunsten der jüngeren Generationen für regenerative Energien zu engagieren«, erläuterte Sames, bevor er inhaltlich einstieg. Zuvor hatte HENEF-Organisator Jürgen Engelhardt in das Thema eingeführt.

Die Erderwärmung könne man noch durch einen neuen, aber dann regenerativen Energiemix stoppen. Warum? Der solare Eintrag der Sonne übersteige die bekannten Energieformen von Atom wie Kohle um ein Vielfaches, führte Sames aus. »Eine Kilowattstunde kann man sich dadurch vorstellen, dass man damit neun Liter Wasser aufkochen kann. Ebenso 100 Kilometer mit einem E-Rad fahren.« Ein Auto mit Verbrennermotor »verheize« 75 Prozent der zugeführten Energie (Benzin/Diesel) und nutze nur den kleinen Rest für den eigentlichen Antrieb. Ein E-Auto brauche dagegen »nur noch 0,8 bis 2,5 Liter Treibstoffäquivalent pro hundert Kilometer« erklärte der Referent.

PV-Anlagen seien ökonomisch für den Einzelnen sinnvoll, denn sie reduzierten den Strombezug von außen um mehr als 30 Prozent. Komme eine Batterie hinzu, könne diese den mit 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh) teuer eingekauften Netz-Strom gar um 60 bis 70 Prozent verringern.

Der Referent erläuterte im Weiteren unter anderem den Nutzen von PV-Batterien, die geladen werden, wenn Stromüberschuss vorliegt, oder bei größerem Bedarf entladen werden. Batterien würden den Selbstversorgungsgrad für den Einzelnen erhöhen sowie das Stromnetz stabilisieren.

Ein zukünftiges Modell sei es, den eigenerzeugten Strom einem Unternehmen zu übergeben, das ihn in eine Cloud, einer Großbatterie vergleichbar, einspeist. »Dazu gibt der private Lieferant seine Einspeisevergütung an das Unternehmen ab, erhält aber als Ausgleich Strom in sonnenärmeren Zeiten.«

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