Ortsentwicklung im Fokus

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Heuchelheim (pm). »Seit über einem Jahr warten die Heuchelheimer Grünen zunehmend ungeduldig auf den Beginn einer öffentlichen Diskussion zur künftigen Ortsentwicklung.« So kommentiert Fraktionsvorsitzender Stephan Henrich die Ankündigung einer Online-Veranstaltung im April durch Bürgermeister Lars Burkhard Steinz. Die Grünen Ortsvereinsvertreter Ulrich Stöber und Stephan Henrich sehen die Chance vertan, dass sich die Parteien vor der Kommunalwahl anhand einer sicher längst vorliegenden Bestandsanalyse positionieren können.

»Es ist zwar schön, aus den bisherigen Aussagen der meisten Heuchelheimer Parteien eine große Einigkeit bei der Ablehnung weiterer Neubau- oder Gewerbegebiete zu erfahren«, so Henrich. »Aber was die konkreten Konsequenzen bei einem weiteren Bevölkerungswachstum und vermehrter Investoren-Anfragen für das ›Betongold‹ sind, bleibt bisher im Unklaren.« Die grüne Fraktion war zum Thema Ortsentwicklung schon immer besonders aktiv. In den letzten Jahren konnten wesentliche Impulse zu Planungszielen (»Neue Mitte«, sozialer Wohnungsbau) und Vorgehen (Ideenwettbewerb) beim Rinn&Cloos-Areal, das richtige planerische Vorgehen bei einer gewünschten Nachverdichtung in der Kinzenbacher Talstraße (Bebauungsplanung) oder die Suche nach einer Nahversorgungslösung für das Oberdorf durchgesetzt werden. Auch wurden aufgrund einer Anfrage die Hintergründe und Verantwortlichkeit für einige als »Bauskandale« bezeichnete überdimensionierte Mehrfamilienhäuser aufgedeckt.

Abgelehnt wurde der grüne Antrag auf Aufnahme Heuchelheims in das Landes-Dorfentwicklungsprogramm. Mit der von Bürgermeister Steinz eingeführten Bezeichnung »Masterplan« entstehe ein hoher Anspruch an die demnächst zu diskutierende Planung. Daher fragen sich die Grünen, ob und wie sich die in diesem Jahr festzulegenden Planungsziele für eine vermutlich mehrheitlich angestrebte »behutsame Nachverdichtung« auch konkret in der Verwaltung umsetzen lassen. Hier kommt nach Grünen-Auffassung auf das neue Klimaschutzmanagement eine besondere Aufgabe zu, wenn es zum Beispiel um gezielte und »behutsame« Kontaktaufnahme mit Eigentümern und die Durchsetzung energetischer Sanierungsvorhaben geht, die neuen Wohnraum schaffen und den Gebäudewert sichern können.

Die Heuchelheimer Grünen wollen sich für Lösungen einsetzen, die in den Ortslagen und durch energetische Gebäudesanierung insbesondere familiengerechten, bezahlbaren und quartiersverträglichen Wohnraum schaffen. Aber auch andere, bedarfsgerechte Wohnungsangebote sollen nicht zu kurz kommen. Für die Nachfolgenutzung des Feuerwehrstützpunktes am Kreuz wird eine Planungswerkstatt mit Bürgerbeteiligung vorgeschlagen.

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