Noch kein Dorfladenkonzept

  • Rüdiger Soßdorf
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Heuchelheim (so). Seit vor mehr als 20 Jahren der Lebensmittelladen der Familie Puhl in Kinzenbach geschlossen hat, kaufen die Menschen aus dem Dorf in Heuchelheim und andernorts ein. Seit Dezember gibt es derweil die Idee, zu schauen, welche Lebensmittelkette einer Versorgung im Dorf mit einem kleinen Geschäft nähertreten könnte. Rewe hat hinsichtlich eines »Nahkauf« jetzt abgewunken.

Die Anfragen an Tegut und Edeka laufen derweil noch. Das berichtete Bürgermeister Lars Burkhard Steinz jetzt in der Gemeindevertretung.

Die Grünen hatten die Initiative ergriffen und hatten als ein mögliches Modell »Teo« ins Gespräch gebracht. Mit diesen SB-Läden versucht Tegut aus Fulda, ein weiteres Standbein zu schaffen. Der kleine Laden mit SB-Bedienung und Kartenzahlung funktioniert mit einem Minimum an Personal. Jetzt muss man schauen, was sonst noch geht.

Ob es für ein solches Vorhaben eine wie auch immer geartete Förderung geben könnte, das ist noch nicht weiter erörtert. Über das Landesprogramm Dorfentwicklung wird es in diesem Jahr definitiv nichts. Der Anstoß der Grünen, dass sich Heuchelheim um Aufnahme in das Förderprogramm bewirbt, bleibt bislang ohne Mehrheit. Bis Ende Mai müsste sich Heuchelheim bewerben, um eine von zehn geförderten Gemeinden in Hessen zu sein.

Das lehnt die CDU-geführte Mehrheit in der Gemeindevertretung jedoch mehrheitlich ab. »Wir haben einen neuen Feuerwehrstützpunkt zu planen, die Kita Rappelkiste zu bauen und Corona zu bewältigen. Ich sehe keinen Anlass, dass wir uns das jetzt auch noch aufhalsen müssen«, signalisierte CDU-Fraktionsvorsitzender Mirko Nowotny am Donnerstag in der Gemeindevertretung.

Da nützte auch nichts, dass Stephan Henrich (Grüne) dafür warb, schon jetzt die Initiative zu ergreifen, um die Grundlagenarbeit einzubeziehen, die für das Dorfentwicklungskonzept »Heuchelheim 2040« auf dem Weg ist.

»Masterplan« für Heuchelheim 2040

Immerhin: Dieses Projekt ist seit 2018 in Vorbereitung, soll als »Masterplan« für Heuchelheim mit breiter Bürgerbeteiligung entwickelt werden. Corona hat in den vergangenen Monaten für Einschränkungen und Verzögerungen gesorgt. Jetzt ist der Auftakt der Bürgerbeteiligung für den 14. April geplant.

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