Mehlschwalben, Mauersegler oder Meisen sollen im Artenschutzhaus wohnen. FOTO: WS
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Mehlschwalben, Mauersegler oder Meisen sollen im Artenschutzhaus wohnen. FOTO: WS

Neues Artenschutzhaus

  • vonKlaus Waldschmidt
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Heuchelheim(ws). Das lange angedachte Projekt eines Artenschutzhauses der Gruppe Heuchelheim/Kinzenbach des Naturschutzbundes (NABU) konnte jetzt verwirklicht werden. Es sei eine Investition in die Zukunft des Artenschutzes am Weiherpark, sagte der Vorsitzende Gerhard Wiese, der gleichzeitig Ortsbeauftragter für Vogelschutz ist.

Das Artenschutzhaus füge sich mit sieben Metern Traufhöhe, die auch die Nachbarwohnhäuser haben, in das Ortsbild ein.

Das Artenschutzhaus bietet ein Domizil für Mehlschwalben, Mauersegler, Fledermäuse, Haussperlinge, Bachstelzen und Meisen. "Für den Artenschutz wird auch Nahrung auf Freiflächen in der Natur gebraucht, die der Landwirtschaft abgerungen werden müssen", erläuterte Vorsitzender Wiese weiter.

Bis in die 1960er Jahre gab es den Weiher, der Anziehungspunkt für Schwalben, Fledermäuse und viel Getier war. In der Krofdorfer Straße, die im Volksmund auch als "Tränkgasse" bezeichnet wird, gab es schon immer Schwalben. "Das neue Haus auf der Weiherwiese ist ein wertvoller Beitrag für den Artenschutz", sagte Bürgermeister Lars-Burkhard Steinz, der sich ebenso wie der Erste Beigeordnete Dr. Manfred Ehlers über das neue Domizil freute. Martin Schab vom Regierungspräsidium, Abteilung Artenschutz, dankte für das Engagement des NABU vor Ort.

Der 2. Vorsitzende der NABU-Gruppe, Dr. Peter Ströde, verwies auf die erfolgreiche Ansiedlung von Vogelarten. "Das Artenschutzhaus ist ein weiterer Baustein und hat hier einen guten Platz gefunden. In Kürze werden wir das 500. Haus ausliefern", sagte Oliver Wegener von der Firma Agrofor, die das Haus entwickelt und gebaut hat.

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