Vier Straßen treffen sich am Heuchelheimer Kreuz, das seit knapp 15 Jahren ein Kreisel ist. FOTO: SO
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Vier Straßen treffen sich am Heuchelheimer Kreuz, das seit knapp 15 Jahren ein Kreisel ist. FOTO: SO

Ruf nach Zebrastreifen am Kreuz

  • Rüdiger Soßdorf
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Heuchelheim(so). Der Kreisel am Heuchelheimer Kreuz soll für Fußgänger sicherer werden. Idee der SPD: dort Zebrastreifen anzulegen. Bislang gibt es an der Gießener Straße, der Bachstraße und der Marktstraße nur so genannte Querungshilfen. Die Brauhausstraße ist zu schmal dafür.

Der zentrale Verkehrsknoten im Dorf ist vor knapp 15 Jahren zum Kreisverkehr umgebaut worden. Seitdem ist dort nichts mehr verändert worden.

Warum nun also jetzt? Wenn demnächst das Impfzentrum im Süden des Dorfes in Betrieb gehe, werde der Verkehr im Ort nochmals zunehmen - und werde über den Kreisel dorthin geführt, sagte Benjamin-Sebastian Unverricht. Der SPD-Fraktionsvorsitzende hat das Thema am Dienstag per Dringlichkeit auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung setzen lassen. Und verweist auf den Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Der hat bereits vor acht Jahren Zebrastreifen an Verkehrskreiseln gefordert, um die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen. "Es spricht nichts gegen eine Prüfung", pflichtet CDU-Chef Mirko Nowotny bei. Diese wird jetzt auf den Weg gebracht.

Doch es gibt auch kritische Stimmen und Skeptiker wie den grünen Baufachmann Stephan Henrich. Der unterstützt das Ziel, mehr Sicherheit für die Schwächeren im Verkehr zu erreichen. Aber er bezweifelt, ob Zebrastreifen das Mittel der Wahl sind oder ob diese nicht gar neue Risiken schaffen.

Skeptische Stimmen

Auch Gustav Schwarzer (CDU) hat so seine Bedenken. Was nämlich, wenn Autofahrer beim Verlassen des Kreisverkehrs anhalten müssen, um Fußgänger passieren zu lassen? Rückstau im Kreisel sorge für weitere Gefahrenmomente, so der erfahrene Kommunalpolitiker, der sich noch gut an ähnlich gelagerte Diskussion in den frühen 2000er Jahren erinnern kann, als das Kreuz umgebaut wurde. Zudem wird auf der Achse Gießener Straße - Marktstraße gerne etwas flotter gefahren. Etwas geholfen haben da nur die "Kölner Teller" - jene Metallplatten in der Straße, die die Autofahrer dazu bringen sollen, die Kurve um die Kreiselmitte auch auszufahren und nicht zu schneiden

Da es sich bei der Gießener Straße, der Bachstraße und der Marktstraße um Landesstraßen handelt, bleibt abzuwarten, wie sich Hessen Mobil, die Straßenbauverwaltung des Landes, zu den Wünschen aus Heuchelheim positionieren wird.

Bereits 2007 und 2008, kurz nach dem Umbau, hatte die Gemeinde Fußgängerüberwege am Kreisel beim "Kreuz" beantragt. Erfolglos. Denn eine Verkehrszählung im Herbst 2008 hatte aufgezeigt, dass die damals erforderliche Anzahl von Fußgängern (50 Fußgänger bzw. 30 Schüler pro Stunde) nicht erreicht wurde. Da wäre zu prüfen, wie sich das heute darstellt.

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