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Naturfreunde überreichen im Heuchelheimer Rathaus eine Petition für freien Zugang zum Silbersee. Foto: so

Silbersee Heuchelheim

Moderator Steinz soll’s richten

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Eine Petition mit 1000 Unterschriften gegen die Zäune am Heuchelheimer Silbersee ist im Rathaus übergeben worden. Bürgermeister Steinz ist bei der Moderation des Konflikts gefragt.

Heuchelheim(so). Eine Petition mit rund 1000 Unterschriften gegen das weitgehende Einzäunen des Silbersees hat Bürgermeister Lars Burkhard Steinz am Dienstag entgegengenommen. Der Angelverein, langjähriger Pächter des Sees, hat die Zäune in Absprache mit dem Rathaus aufgebaut. Den ersten vor einigen Jahren; im Oktober wurden weitere Bereiche abgesperrt. Offen geblieben ist eine Wiese von vielleicht 35 Metern Breite am Südufer.

Naturfreunde wollen Platz am See

Dagegen setzen sich Naturfreunde zur Wehr, denen der See im Sommer zur Naherholung und zum Baden dient. Sie sprechen von Willkür der Angler, sehen sich verdrängt. Der Angelverein hat seinerseits wilde nächtliche Partys an den Ufern beklagt und verweist auf ungenehmigte Feuer und zurückgelassenen Unrat vor allem von nächtlichen Besuchern.

Stacheldraht kommt weg

Die "See-Community" erkennt die unterschiedlichen Interessen sehr wohl und bittet den Bürgermeister um Moderation. Eine Rolle, die Steinz - wenngleich süßsauer lächelnd - zusagte. Man wünsche Gespräche mit den Verantwortlichen des Angelvereins, um die Interessenkonflikte aufzulösen und zu einer Lösung zu kommen, mit der beide Parteien leben können, sagten die Initiatoren der Petition. Steinz sprach von "notwendigem Feintuning". Auch er habe kein Interesse an Konflikten am See, den der Angelverein bewirtschaftet und in Ordnung hält. Seine Zusage: Der Stacheldraht auf den Zäunen werde umgehend entfernt, die Zäune selbst sollen in zwei bis drei Jahren fallen, wenn die neu gepflanzten Hecken groß genug sind. So jedenfalls ist die Verabredung.

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