20 Millionen sind zu stemmen

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Heuchelheim (so/pm). Nach Auffassung der SPD ist die Gestaltung der vorübergehenden Unterbringung der Kinder der Rappelkiste ein vorrangiges Thema. SPD-Fraktionsvorsitzender Benjamin-Sebastian Unverricht lobte die Aktivitäten des Gemeindevorstandes bei der unverzüglichen Lösung der Probleme nach dem Brand des Kindergartens "Rappelkiste". Die Unterstützung vieler Bürger sowie zahlreicher Vereine sei vorbildlich. Noch offen ist auch für die SPD, ob der Bau nach bestehenden Plänen oder nach einem Architektenwettbewerb entstehen soll. Noch nicht bekannt ist, was die Brandversicherung zahlen wird.

Thema war dies in einer Klausurtagung der Sozialdemokraten, bei der auch weitere Investitionen besprochen wurden. Immer dringlicher wird laut SPD eine Entscheidung für einen Neubau der Feuerwehr, denn die bisherigen Räumlichkeiten reichen schon lange nicht mehr aus. Deshalb liege lediglich eine vorübergehende Betriebserlaubnis vor. Obwohl das Problem seit mehreren Jahren bekannt ist, gelang es bisher nicht, ein Grundstück für einen Neubau zu finden. Für den Erwerb eines Grundstückes und für den Neubau sind nach Einschätzung der SPD ca. fünf Millionen Euro zu veranschlagen.

R&C-Ankauf noch offen

Noch nicht geklärt ist zudem, ob das Rinn- und-Cloos-Gelände von der Gemeinde gekauft werden kann. Im Falle eines Kaufes beträgt die Investitionssumme für die Gemeinde etwa neun Millionen Euro. Alle Fraktionen des Gemeindeparlaments haben sich für den Erwerb des Geländes ausgesprochen. Für den Um- und Anbau der Gemeindeverwaltung beträgt der kommunale Invest etwa eine Million Euro und für den Ausbau der "Alten Schule Kinzenbach" sind rund 350 000 Euro geplant.

Summiert man diese Beträge, so entstehen in absehbarer Zeit für die Gemeinde Heuchelheim Investitionen von etwa 20 Millionen Euro, so der Pressesprecher der SPD-Fraktion, Johannes Klameth. Es handele sich hierbei allerdings teilweise um geschätzte Summen. Die SPD-Fraktion unterstütze die genannten Investitionen ausdrücklich, da sie nicht nur erforderlich seien, sondern weil sich auch "beispielsweise der größte Brocken, das Rinn-und-Cloos-Gelände, durch die bestehenden und zu erwartenden Mieteinnahmen selbst finanziert", so Fraktionsmitglied Martin W. Davies. Ferner bestehe, so Davies weiter, "zurzeit durch die niedrigen Zinsen für eine Kommune fast schon ein Muss, über eine zeitnahe Umsetzung von sinnvollen und notwendigen Investitionsvorhaben in dieser Größenordnung zu befinden".

Die SPD-Fraktion spricht sich jedoch gegen die Finanzierung eines Ärztehauses in Kinzenbach durch die Gemeinde aus, in dem zwei private Praxen unterzubringen wären. "Sinnvoller erscheint uns ein größeres Gebäude, das durch einen Investor erstellt würde", so Benjamin Unverricht.

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