Mehr Geld für die Rathaussanierung

  • Rüdiger Soßdorf
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Heuchelheim(so). Die Gemeindevertretung schießt für Sanierung und Umbau der Heuchelheimer Gemeindeverwaltung am Linnpfad rund 800 000 Euro nach. Denn die jetzt kalkulierten Kosten liegen über der Schätzung aus dem Jahr 2017. Die Gesamtkosten liegen nun voraussichtlich bei rund 2,68 Millionen Euro. Als Grund für den hohen Betrag nennt Bürgermeister Lars Burkhard Steinz gestiegene Lohn- und Baukosten.

Vom Tisch ist derweil die von der Kinzenbacher Wählerinitiative (KWI) ins Spiel gebrachte Aufstockung des neuen Anbaues. Die Idee, die ursprünglich auch von Teilen der SPD gutgeheißen wurde: Gleich einen ersten Stock zumindest im Rohbau mit zu erstellen, um bei wachsendem Raumbedarf darauf zurückgreifen zu können. Da wollte die Mehrheit der Gemeindevertreter aber nicht mitgehen. Denn diese Aufstockung wären schon jetzt weitere 800 000 Euro on top. So bleibt es bei der Empfehlung, jetzt beim Anbau lediglich die Voraussetzungen für eine mögliche spätere Aufstockung zu schaffen. Nicht gespart werden soll derweil bei der energetischen Optimierung des Gebäudes, das aus den frühen 1970er Jahren stammt. Schließlich gibt es dafür Förderung von bis zu 70 Prozent, legt der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Nowotny dar.

Grundsätzlicher wurde der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende Martin W. Davies. Er dachte in der Parlamentssitzung laut darüber nach, das gesamte Konzept des Verwaltungsumbaues in Frage zu stellen. Da sei vieles neu zu denken vor dem Hintergrund, dass sich Arbeit wandele. Stichworte Homeoffice und mobiles Arbeiten. Gegenrede von Bürgermeister Steinz: "Keiner weiß, wie sich die Zukunft der Arbeit entwickeln wird. Wir haben konkret jetzt Platzbedarf. Und es gibt das Thema Brandschutz." Da gebe es eben auch keinen Bestandsschutz, sondern dies sei auf den Stand der Zeit zu bringen. "Da haben wir Handlungsdruck!"

Letztlich wurde nach eingehender Erörterung in der Gemeindevertretung der Antrag der KWI auf Aufstockung abgelehnt. Die SPD-Fraktion versagte auch den Mehrkosten für die Umbau die Zustimmung.

Das Gebäude aus den frühen 1970er Jahren bedarf schon seit längerem einer Ertüchtigung. Neben dem Umbau des jetzigen Eingangsbereiches zum Bürgerservice sollen neben dem Brandschutz auch Büros neue Zuschnitte erhalten. Der Sitzungssaal fällt weg. Die Gemeindevertretung tagt derzeit in der TSF-Turnhalle und soll später einen Saal im geplanten Alten- und Pflegezentrum nutzen können.

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