"Operation gelungen – Patient tot?"

Medizinrechtler empfiehlt Vorsorgevollmacht

  • vonVolkmar Köhler
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"Operation gelungen – Patient tot?" Unter dieser spektakulären Überschrift referierte dieser Tage Benjamin-Sebastian Unverricht (Heuchelheim), Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht in Marburg, auf Einladung des Fördervereins der Sozialstation Heuchelheim/Kinzenbach im Saal des evangelischen Gemeindehauses zu den Themen Patientenrechte und Patientensicherheit. Unverricht gab zunächst einen Überblick über die Patientenrechte. In einer Vorsorgevollmacht werde die Behandlung, wie sie sich der Patient selbst vorstellt, thematisiert. Zur Umsetzung bedürfe es einer geeigneten Person. "Es ist wichtig, jemanden zu haben, der durch die Vollmacht legitimiert ist", machte der Referent deutlich, und: "Das kann schon bei einem Schlaganfall wichtig sein." Formulare für Vorsorgevollmachten gibt es u. a über die Homepage des Bundesjustizministeriums.

"Operation gelungen – Patient tot?" Unter dieser spektakulären Überschrift referierte dieser Tage Benjamin-Sebastian Unverricht (Heuchelheim), Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht in Marburg, auf Einladung des Fördervereins der Sozialstation Heuchelheim/Kinzenbach im Saal des evangelischen Gemeindehauses zu den Themen Patientenrechte und Patientensicherheit. Unverricht gab zunächst einen Überblick über die Patientenrechte. In einer Vorsorgevollmacht werde die Behandlung, wie sie sich der Patient selbst vorstellt, thematisiert. Zur Umsetzung bedürfe es einer geeigneten Person. "Es ist wichtig, jemanden zu haben, der durch die Vollmacht legitimiert ist", machte der Referent deutlich, und: "Das kann schon bei einem Schlaganfall wichtig sein." Formulare für Vorsorgevollmachten gibt es u. a über die Homepage des Bundesjustizministeriums.

Im zweiten Block ging der Referent auf die verschiedenen Möglichkeiten der konkreten Behandlung ein. "Es reicht nicht, etwas zu unterschreiben, man hat dann noch alle Rechte." In der Aufklärung müsse der "Grundsatz der Mündlichkeit" gegeben sein. Der Arzt müsse dem Patienten einen Überblick über die Risiken verschaffen, die mit dem Eingriff verbunden sind.

Des Weiteren ging der Medizinrechtler auf eigentliche Behandlungsfehler ein. Wie kommt der Patient in einem solchen Fall zu seinen Rechten? Hilfe könne man auch von der Krankenversicherung erhalten. Und es gebe eine Schlichtungsstelle der Ärztekammer. Ein Fehler, den ein Arzt zu verantworten habe, müsse fachmedizinisch geklärt werden.

Zu den klassischen Behandlungsfehlern zähle etwa eine künstliche Schulter, die falsch implantiert wurde. (Foto: vk)

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