Lärm ist wohl kein Thema mehr

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Heuchelheim(so). Für das geplante Alten- und Pflegeheim auf dem einstigen Festplatz am Linnpfad ist jetzt ein weiterer Planungsschritt gegangen worden, und der Baubeginn rückt näher.

Am Dienstag hat die Gemeindevertretung unter Vorsitz von Claudia Coburger-Becker (CDU) den Bebauungsplan beschlossen und den alten Festplatz als "urbanes Gebiet" ausgewiesen. Damit ist das Baurecht für die Seniorenwohnanlage geschaffen. Ausgeräumt sind nach Auskunft des am Verfahren beteiligten Planungsbüros Zick-Hessler die Fragen des Lärmschutzes. Da hatte das in der Nähe liegende metallverarbeitende Unternehmen Berkenhoff Bedenken geltend gemacht. Dies, um nicht später Gefahr zu laufen, im Betrieb Einschränkungen zu erleiden.

Gelungen ist dies laut Auskunft der per Videokonferenz in die Gemeindevertretung zugeschalteten Planerin durch die Definition, dass der vornehmliche Zweck des Altenheims Wohnen und nicht Pflege sei. Dies sei mit dem Regierungspräsidium als Fachaufsichtsbehörde so abgestimmt. Demzufolge werde eine Schallemissionsprognose nicht als notwendig erachtet.

Dem widerspricht derweil der Baufachmann der Grünen, Stephan Henrich. Dieser Untersuchung bedürfe es sehr wohl, andernfalls bestehe ein Rechtsrisiko.

Diese Argumentation blieb ohne Mehrheit. Der Bebauungsplan für das Heim in Heuchelheim wurde mit den Stimmen der CDU-geführten Koalition sowie einer Stimme der SPD beschlossen. Gegenstimmen kamen von den Grünen und den meisten Sozialdemokraten.

Bauherr ist die im Raum Limburg ansässige ABID-Gruppe, die auch in Wettenberg und in Hungen Heime errichtet hat. Ende 2018 wurde in Heuchelheim der Kaufvertrag unterzeichnet. 2019 sollte eigentlich schon gebaut werden.

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