Kreuzimpfungen auch in Heuchelheim

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Heuchelheim (pm). Wer im Impfzentrum in Heuchelheim eine erste Spritze des Vakzins von Astrazeneca erhält, kann als Zweitimpfung ab sofort den Wirkstoff von Biontech oder Moderna verabreicht bekommen. Das Land und damit auch der Kreis folgen dabei einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts.

Aktuelle Studien haben ergeben, dass eine derartige sogenannte Kreuzimpfung besser gegen die Delta-Variante des Coronavirus schützt, die zuerst in Indien festgestellt wurde und sich auch im Gießener Land ausbreitet. Mehr als jeder vierte aktive Corona-Fall im Kreisgebiet ist inzwischen der Delta-Variante zuzuordnen.

Abstand auf neun Wochen verkürzt

Menschen, die nun in Heuchelheim eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten, werden ab sofort den Zweittermin mit einem mRNA-Wirkstoff in neun Wochen bekommen. Wer trotz der Empfehlung der STIKO seine Impfserie mit dem Vakzin von Astrazeneca abschließen möchte, kann dies weiterhin tun.

Bisher beträgt der Abstand zwischen den zwei Astrazeneca-Impfungen standardmäßig zwölf Wochen. Anders als vom Bundesgesundheitsminister angekündigt, soll in Hessen bei den freiwilligen Kreuzimpfungen die Frist zwischen Erst- und Zweitimpfung nicht auf die minimal möglichen vier Wochen verkürzt werden. Die Verkürzung der Abstände bei der Kreuzimpfung soll die Wirksamkeit erhöhen.

Auch Menschen, die ihre Erstimpfung in Heuchelheim mit Astrazeneca bereits hinter sich haben, sollen bei der zweiten Impfung beim Wirkstoff umsatteln können, sie müssen dies nur beim Impftermin sagen - oder sie bleiben bei Astrazeneca, wenn sie das wollen. Vereinbarte Termine bleiben bestehen.

Kurz vor ihrer geplanten Schließung Ende September erhalten die hessischen Zentren noch einmal insgesamt 244 000 Dosen des Serums. Das Land bekommt diese Menge vom Bund geliefert und verteilt sie auf die Impfzentren.

Eine Hoffnung des Landes ist, dass die neueste Empfehlung der Ständigen Impfkommission Menschen animiert, für einen guten Schutz auf die Kreuzimpfung und somit auf Astrazeneca beim ersten Pieks zu setzen. Zuletzt fanden Impfaktionen mit Astrazeneca landesweit einen eher zurückhaltenden Zuspruch.

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