Michael Hahn, Manuela Michaeli, Jörg Schinze und Rolf Weinreich (v. l.) beim Gartenkonzert. FOTO: SE
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Michael Hahn, Manuela Michaeli, Jörg Schinze und Rolf Weinreich (v. l.) beim Gartenkonzert. FOTO: SE

"Kleine Freude für die Fangemeinde"

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Heuchelheim(se). Klein, aber fein: Rund 30 Gäste wohnten am Samstagabend in Kinzenbach dem Sommergarten-Konzert der Manu Michaeli Band aus Gießen bei, das coronabedingt im Garten der Familie Schmucker-Stoll gegeben wurde.

Also kein öffentlicher Auftritt der Band, die mit dieser Veranstaltung, wie sie im Vorfeld mitgeteilt hatte, "einer kleinen Fangemeinde eine Freude" machen wollte. "Und uns auch", wurde hinzugefügt.

Um es vorweg zu sagen: Das ist mit Nachdruck gelungen. Die Gruppe um die Frontfrau und Sängerin Manuela Michaeli mit den Bandmitgliedern Rolf Weinreich (Gesang, Gitarre), Michael Hahn (Gitarre, Bass, Blues Harp) und Jörg Schinze (Perkussion, Gesang) zeigte ihr breitgefächertes Repertoire an Liedern. Eröffnet wurde der musikalische Abend mit "Spar deinen Wein nicht auf" des sächsischen Liedermachers Gerhard Schöne. Es folgten Interpretationen von "Catch the Wind" (Donavan), "Falling in Love" (Elvis Presley) und "Love of my Life" (Queen). Auch Stücke des in Berlin lebenden Liedermachers Hans-Eckardt Wenzel standen auf dem Programm. In vielen Liedern gehe es "um Freiheit, Gleichheit und christliche Nächstenliebe", berichtete Manuela Michaeli.

Idyllische Umgebung

Bei "Werd ich noch jung sein, wenn ich älter bin" (Reiner Schöne) gestalteten die drei Männer der Band den gesanglichen Teil allein, worüber sich die Frontfrau sichtlich freute. Gegen Ende der Veranstaltung teilte eine Besucherin mit, dass sie sich von den Liedern sehr berührt fühle, und sprach damit etwas aus, was viele Gäste empfanden. Für die Musiker eine besondere Bestätigung ihrer Arbeit.

Sowohl Inhalt der Texte als auch die musikalische Umsetzung sprachen die Zuhörer an. Da passte es ins Bild, dass kurz nach Konzertbeginn der Himmel seine Schleusen schloss und die Besucher die Musik teilweise sogar bei Sonnenschein genießen konnten.

Zur Freude der Gäste kam die Gruppe dem Wunsch nach Zugaben nach. Mit "Abend ward, bald kommt die Nacht" des Kirchenlieddichters Rudolf Alexander Schröder beendete die Band die Veranstaltung in der Hoffnung, dass bald wieder öffentliche Konzerte möglich sind. Die rund 30 Gäste im idyllischen Garten haben jedenfalls einen Vorgeschmack darauf erhalten. Das Konzert am Samstagabend hatte sicherlich mehr Besucher verdient, doch eine Ausweitung der Zuschauerzahl war bei Einhaltung der Abstandsregeln eben nicht möglich.

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