Alles gut gelaufen: Michael Wagener, Mitarbeiter des Ordnungsamtes, leitet den Verkauf nicht mehr benötigter Einrichtungsgegenstände und technischer Geräte der Heuchelheimer Gemeineverwaltung. FOTO: SE
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Alles gut gelaufen: Michael Wagener, Mitarbeiter des Ordnungsamtes, leitet den Verkauf nicht mehr benötigter Einrichtungsgegenstände und technischer Geräte der Heuchelheimer Gemeineverwaltung. FOTO: SE

Keine "Schlacht am Wühltisch"

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Heuchelheim(se). Ein Fall für Schnäppchenjäger: Unter dem Moto "Alles muss raus" konnten am Samstagvormittag im Sitzungssaal der Heuchelheimer Gemeindeverwaltung Gegenstände, technische Geräte, Möbel und andere Utensilien erworben werden, die angesichts der vorübergehenden Ausquartierung der Verwaltung ins Gewerbegebiet Süd nicht mehr benötigt werden. Um es vorweg zu sagen: "Die Schlacht am Wühltisch" fand nicht statt, es ging alles gesittet zu.

Allerdings hielt sich auch das Interesse in Grenzen, wie Michael Wagener, Mitarbeiter des gemeindlichen Ordnungsamtes, berichtete. "Wir hatten elf Besucher, dabei wurden zehn Gegenstände verkauft", verriet Wagener, der die Ab- gabe der Einrichtungsgegenstände betreute.

Interesse an Holzvertäfelung

Allein drei Monitore haben jetzt neue Besitzer. Jeweils zehn Euro mussten dafür auf den Tisch gelegt werden. Auch wenn die Geräte schon ein bisschen betagt sind, ist das kein Preis, über den man sich beschweren kann.

Ebenfalls einen Käufer hat die große Glasvitrine gefunden, die im Vorraum der Gemeindeverwaltung der erste Blickfang für Besucher gewesen war. Auch Kleinteile (zum Beispiel Verbindungskabel für Computer) und Büromöbel wurden veräußert. Der überwiegende Teil der Ausstattung war bereits in die "Interimsverwaltung" am Zimmerplatz befördert worden, wo Geräte und Möbel weiterhin ihren Dienst verrichten. Nur ein geringer Teil des Inventars war zum Verkauf angeboten worden.

Da das Gebäude der Gemeindeverwaltung am Linnpfad komplett saniert und in Teilen abgerissen wird, sollten auf diese Weise die im Gebäude verbliebenen Gegenstände für einen sinnvollen Zweck und zu einem fairen Preis abgegeben werden.

Über das Ergebnis der außergewöhnlichen Verkaufsveranstaltung freute sich Michael Wagener: Da der Erlös den Kindergärten in der Gemeinde zugutekommt, zeigte sich manch ein Käufer recht großzügig. Das Wissen um den guten Zweck öffnete das eine oder andere Portemonnaie doch weiter, als es eigentlich notwendig gewesen wäre. Die Kindergartenkinder der Gemeinde und ihre Betreuerinnen werden sich freuen: Am Ende sind 136 Euro zusammengekommen, die diesen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Auch wenn nur ein Teil der ausgestellten Gegenstände, Möbel und technischen Geräte an den Mann gebracht werden konnte, ist das doch ein recht ordentlicher Betrag. Und ganz abgeschlossen ist die Abgabe nicht mehr benötigter Gegenstände noch nicht. So hat sich, wie Michael Wagner berichtete, ein Interessent für die Holzvertäfelung des Sitzungssaales (wird abgerissen) gemeldet.

Mit einem solchen Angebot hatte man allerdings nicht gerechnet. Nachdem sich Wagener bei der zuständigen Stelle in der Verwaltung erkundigt hatte, konnte er mitteilen: Die Vertäfelung ist zu haben. Nur müsse sich der künftige Besitzer selbst um die Demontage bemühen.

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