Nur noch Erinnerung: Die Eintracht bei einem ihrer letzten Auftritte. FOTO: PM
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Nur noch Erinnerung: Die Eintracht bei einem ihrer letzten Auftritte. FOTO: PM

Kein Chorgesang mehr in Kinzenbach

  • vonred Redaktion
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Heuchelheim(pm). Der letzte Ton ist verklungen: Die Sängervereinigung Eintracht Kinzenbach verkündet ihr "Aus". Gezwungen von einer Reihe Faktoren haben die Vereinsverantwortlichen mit der Vertragsauflösung des Dirigenten Marlon Esenkan zum 30. Juni den Singbetrieb beendet.

"Die wiederholten Werbemaßnahmen der zurückliegenden Jahre waren leider nicht vom notwendigen Erfolg gekrönt", heißt es in einer Mitteilung von Vorstand Hans Muhl. Und: "Vielleicht war die Art des Chorgesangs bei jüngeren Gesangswilligen nicht ansprechend genug. Aber, so wird vermutet, vielleicht haben auch innerörtliche Probleme eine Rolle gespielt". Letztlich müsse man auch beachten, dass bei einem Altersdurchschnitt von rund 77 Jahren sicher die Dynamik und die stimmliche Leistungsfähigkeit deutlich nachgelassen habe. Doch die Lust, gemeinsam zu singen und sich zu treffen, sei nach wie vor vorhanden. Dann sei auch noch die Corona-Krise gekommen. Muhl: "Für ältere Menschen, die sich selbst zu den Risikogruppen zählen müssen, ist eine mehrmonatige Pause sicher ein gewaltiger Dämpfer für die Motivation. Dann hat die doch recht restriktive Haltung der Gemeindeverwaltung bezüglich der Nutzung des Mehrzweckgebäudes in Kinzenbach den letzten Funken Motivation, der ganz besonders im gesellschaftlichen Bereich eines Gesangvereins zu finden ist, auf Null schwinden lassen."

Der Chor ist nicht mehr aktiv, aber der Verein besteht weiter. Die Verantwortlichen hoffen, "dass irgendwann jemand den Mangel erkennt und mit Gleichgesinnten die Neuaufstellung eines funktionierenden Chores in die Hand nimmt." Muhl: "Die Grundstrukturen des Vereins sind gegeben und ein wenig Hoffnung haben wir auch noch."

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