Katrin Schleenbecker an der Spitze

  • Rüdiger Soßdorf
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Heuchelheim(so). Landtagsabgeordnete Katrin Schleenbecker aus Kinzenbach möchte ihre Arbeit an der politischen Basis fortsetzen. Sie ist Spitzenkandidatin der Heuchelheimer Grünen bei der Kommunalwahl am 14. März 2021. Weiter folgen auf der insgesamt 17 Namen zählenden Liste der Bauexperte Stephan Henrich, Lena Nüchter, Malte Krohn, Susanne Eue, Gerhard Schulze-Velmede, Gisela Volk, Heiko Storjohann, Wolfgang Volk, Ulrich Stöber und Volker Kübler.

Die Liste wurde am Freitag in einer Mitgliederversammlung unter Leitung von Gerda Weigel-Greilich (Gießen) einmütig verabschiedet. Sabine Müller-Kübler, selbst lange Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Gemeindevertretung und 1997 Bürgermeisterkandidatin ihrer Partei, freute sich, dass mit Lena Nüchter, Malte Krohn, Susanne Eue sowie Heiko Storjohann gleich vier neue Gesichter bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren. Ein Programm für die kommenden fünf Jahre ist bei dem 16 Mitglieder zählenden Ortsverband der Grünen noch in Arbeit.

Das ausgegebene Ziel für den Urnengang am 14. März: Ein Wahlergebnis in Richtung 20 Prozent der Stimmen und damit fünf Mandate in der Gemeindevertretung. Zudem der Anspruch, den Fraktionsvorsitzender Stephan Henrich formuliert: "Wir wollen mitregieren!".

Wille zum Regieren

Das war in den vergangenen Jahrzehnten in Heuchelheim nur einmal der Fall: 1985/86 gab es ein rot-grünes Bündnis am unteren Bieberbach, das danach von einer Zusammenarbeit von SPD und Freien Wählern abgelöst wurde. Seitdem profilieren sich die Grünen als kritisch-konstruktive Oppositionskraft - wo sich seit 2011 übrigens auch die SPD befindet.

So wie es aussieht, werden die Grünen im kommenden Jahr doch keinen Bürgermeisterkandidaten stellen. Die letzte Mitgliederversammlung hatte zwar den Auftrag erteilt, einen Kandidaten zu suchen, legte der Fraktionsvorsitzende Stephan Henirch dar. Er hatte zwar vier Personen kontaktiert und hatte auf Kreisebene und beim Grünen-Landesverband nachgefragt. Doch dies blieb letztlich erfolglos.

Henrich selbst war in Heuchelheim als potenzieller Kandidat gehandelt worden. Er erteilt einer Bewerbung um das Amt zum einen aus unterschiedlichen persönlichen Gründen eine Absage, zum anderen steht er dem Direktwahlprinzip kritisch gegenüber. Und nicht zuletzt sind es strategische Gründe, wie Henrich darlegt: Eine grüne Kandidatur ums Bürgermeisteramt könnte sich schwierig erweisen mit Blick auf das Ziel, in der Gemeinde mitregieren zu wollen.

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