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So kann ein neuer Anbau ans Heuchelheimer Rathaus aussehen. (Montage: Rosner)

In die Jahre gekommen

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Heuchelheim (so). Der Sitzungssaal neben der Heuchelheimer Verwaltung am Linnpfad soll einem neuen Bürotrakt weichen. Denn die Verwaltung braucht laut Bürgermeister Lars Burkhard Steinz mehr Platz - und vor allem muss im Gebäudebestand in Sachen Brandschutz nachgelegt werden. Denn das Gebäude stammt aus dem Jahr 1972 und ist nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Außer neuen Fenstern und frischer Farbe hat sich da in den vergangenen Jahren nicht viel getan. Selbst der umgestaltete Bürgerservice geht auf Helmut Fricke zurück, der vor knapp zehn Jahren in Rente gegangen ist. Ärger gibt es unter anderem wegen Aktenschränken und Kopierern in den Fluren sowie dem großen Treppenhaus. Das entspricht nicht den Anforderungen von Brandschutz und Datenschutz oder des Arbeitsschutzes.

Größenordnung 1,6 Millionen Euro

Seit Herbst 2017 werden Überlegungen angestellt, was zu tun ist - jetzt konkretisiert es sich. Architekt Jan Pfuhlmann vom Architekturbüro Rosner stellte jetzt im Fachausschuss der Gemeindevertretung die mehrfach überarbeiten Pläne vor, die Sanierung plus Anbau vorsehen. Sollte dies die Zustimmung der Gemeindevertretung noch vor der Sommerpause finden, dann werden die Kostenberechnungen und die Bauantragsplanungen weiter vorangetrieben, um im Frühjahr 2020 mit dem Bau und der Sanierung beginnen zu können.

Gerechnet wird mit Kosten in einer Größenordnung von 1,6 Millionen Euro.

Der Entwurf des Büros Rosner: Ein zentraler Info-Point in einem umgestalteten Eingangsbereich, wobei der Zugang an der gleichen Stelle erhalten bleibt. Viel Glas und größere Fenster sollen für Freundlichkeit, Offenheit und Transparenz sorgen. Nach links hin schließen hin die neuen Büros in einem eingeschossigen Bau an. Die Holzkonstruktion wird jedoch so ausgelegt, dass ein Aufstocken möglich ist, wenn sich dermaleinst Bedarf dafür ergäbe.

Die Gemeindevertretung und die Fachausschüsse, die bislang in dem Saal bei der Verwaltung getagt haben, werden künftig andernorts zusammenkommen. Geplant ist die Nutzung eines großen Saales im Seniorenzentrum, das gleich gegenüber auf dem einstigen Festplatz im Linn entsteht. Dort hat sich die Gemeinde bereits die Nutzung gesichert.

In dem eigentlichen Verwaltungsgebäude muss umgebaut und saniert werden - vor allem, um den heutigen Vorgaben des Brandschutzes Rechnung zu tragen. Architekt Pfuhlmann spricht von einem "sehr behutsamen Eingreifen in den Bestand". Zentral dabei ist jedoch der Umbau des Treppenhauses, um dessen Funktion auch als Flucht- und Rettungsweg sicherzustellen. Auch da soll mit einer Glaskonstruktion eine "sehr elegante Lösung" (Pfuhlmann) gefunden werden

Zeitweise wurde bei den ersten Überlegungen über einen kompletten Abriss und anschließenden Neubau nachgedacht: Das hatte die CDU, die stärkste politische Kraft in der Gemeinde, als "optimale Lösung" favorisiert. Doch angesichts geschätzter Kosten in der Größenordung von vier Millionen Euro für einen Neubau, übt man sich in Zurückhaltung und präferiert nun eben Sanierung plus Teilneubau, um mit deutlich geringerem Aufwand möglichst viel zu erreichen - für die Mitarbeiter im Rathaus, aber eben auch die Bürger als Kunden.

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