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Holger Schmidt steht an der Spitze

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Heuchelheim(se). Holger Schmidt steht jetzt an der Spitze der TSF Heuchelheim. Bei der Jahreshauptversammlung des derzeit 2355 Mitglieder zählenden Vereins wurde der 49-jährige Bankbetriebswirt zum neuen Vorsitzenden eines der mitgliederstärksten Vereine im Landkreis Gießen gewählt. Er löst damit Wolfgang Schleer ab, der in den vergangenen 26 Jahren an der Spitze der TSF gestanden hatte.

Schleer bleibt allerdings dem Vorstand erhalten und wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Diese Position wurde im Zuge einer Satzungsänderung geschaffen, der die rund 60 anwesenden Vereinsmitglieder im coronagerecht vorbereiteten großen Saal der Turnhallengaststätte in gewohnter Heuchelheimer Einigkeit zustimmten.

Zwei weitere Änderungen im TSF-Vorstand gibt es nach der Neufassung eines kleinen Teils der Satzung. So gibt es künftigen keinen Bereichsleiter Verwaltung (bisheriger Amtsinhaber: Frank Hoffmann) mehr. Dafür gehören die Bereichsleiter Turnhalle und Sportanlage dem Vorstand an. Für den Bereich Turnhalle wurde Frank Hoffmann gewählt, von den Verantwortlichen für die Sportanlage stand niemand für den Vorstandsposten zur Verfügung. Diesen Teil wird Frank Hoffmann im Vorstand mit abdecken, das heißt, für ihn ändert sich nach der Satzungsänderung de facto nichts.

Zuschüsse rückläufig

Neu in den Vorstand gewählt wurde Dirk Schäfer, der für den Bereich Finanzen zuständig ist. Nicole Wagner, Bereichsleiterin Jugend, wurde in ihrem Amt bestätigt. Die Vorstandsposten Sport (Christina Lindenstruth) und Öffentlichkeitsarbeit (Jonathan Kollmar) standen diesmal nicht zur Wahl. Neu gewählt wurde auch ein Teil des Ältestenrates: Hans-Joachim Launspach, Rudi Neutzner und Wilfried Wollmann wurden wiedergewählt und bilden gemeinsam mit Volker Hofmann, Christa Klein, Sigrid Weber und Jürgen Engelhardt dieses Gremium.

Vor den Wahlen standen die Berichte der Vorstandsmitglieder und Abteilungsleiter an. So stellte Holger Schmidt in seinem wohl letzten Bericht (gewohnt akribisch) als Bereichsleiter Finanzen fest: "Die Zahlen sehen ja gut aus." Er musste allerdings - nicht ohne kritischen Unterton - feststellen, dass die öffentlichen Zuschüsse auf knapp 11 000 Euro von knapp 18 000 Euro im Jahr 2017 zurückgegangen sind. Und seit 15 Jahren sei der Betriebskostenzuschuss der Gemeinde unverändert. Zur Beruhigung der Vereinsmitglieder sagte der Kassenwart: "Corona wird sich 2020 nicht großartig auswirken."

In dem von Brigitte Krieger vorgelegten Bericht der Kassenprüfer wird Schmidt eine ordnungsgemäße Kassenführung attestiert. Dem daraus resultierenden Antrag auf Entlastung des Vorstandes stimmten alle anwesenden Mitglieder zu.

Der Tatsache, dass die TSF Heuchelheim der mit Abstand größte Verein innerhalb der Gemeinde sind und in dem Gemeinwesen am Bieberbach eine bedeutende Rolle spielen, trug auch die lokale Politik Rechnung. So gehörte Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU) ebenso zu den Gästen wie sein Herausforderer bei der Wahl im kommenden Jahr, Benjamin Unverricht (SPD). Steinz bedankte sich bei Schleer, der den "wichtigsten Verein in der Gemeinde geführt hat", für die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit und überreichte im Namen der Gemeinde ein Präsent.

In den Berichten war Corona Thema Nummer eins. Dabei hat sich gezeigt, dass die TSF viele Ideen entwickelt haben, den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten oder wieder hochzufahren. Der Pandemie zum Opfer gefallen ist allerdings der Mitternachtslauf, wie der scheidende Organisator Thilo Gernandt (Nachfolger: Volker Grosser, Markus Gran) berichtete. Am 3. Juli 2021 soll ein neuer Versuch gestartet werden. Bereits am 11. Oktober, so hofft man, soll der Erlebnistag Wandern wieder durchgeführt werden. FOTOS: SE

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