Die Heuchelheimer Bänke und der Naturschutz

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Vor einigen Wochen beschwerte sich eine Leserin darüber, dass die Bänke in Atzbach viel schöner als die in Heuchelheim seien. Die Lahnauer würden (sich) auf echtes Holz setzen, die Holzheimer auf Kunststoff. "Abgesehen davon, dass die Plastikbänke ein weitaus größeres Entsorgungsproblem nach Jahren der Nutzung darstellen", schrieb die Leserin damals.

Da der Redaktion allerdings auch Kunststoffbänke aus Recycling-Material bekannt sind, stand am Ende des Artikels die Vermutung, dass Heuchelheim vielleicht auch solche Bänke verwenden könnte. Heinrich Schnecker, Bauhofleiter im Ruhestand, bestätigte nun diese Theorie. Seit 25 Jahren verwendet die Gemeinde Recyclingbänke. "Diese werden zum größten Teil aus dem Inhalt der gelben Säcke hergestellt. Auch ist die Entsorgung geregelt, da beschädigte Recyclingleisten vom Hersteller zurückgenommen und im Produktionskreislauf der Ruhebänke Wiederverwendung finden", schreibt er. Holz sei zwar durchaus hübscher - aber auch sehr pflegeintensiv. Alle vier Jahre müssten Holzbankteile abgebaut, gereinigt, geschliffen und mindestens dreimal gestrichen werden. Nach zehn bis 15 Jahren müssten die Holzleisten getauscht werden. "Dieses ist bei circa 180 Ruhebänken in der Gemeinde Heuchelheim aufwendig und schon überhaupt nicht umweltfreundlich (Diesel, Reinigungsmittel, Farbe, Holzleisten und auch wertvolle Arbeitszeit)", schreibt Schnecker. Also kann man die Heuchelheimer Bänke auch mit reinem ökologischem Gewissen nutzen. (bpf)

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