Heuchelheim soll grüner werden

  • Rüdiger Soßdorf
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Heuchelheim(so). Vor einem Jahr wurde in der Heuchelheimer Kommunalpolitik über das Für und Wider von Schottergärten diskutiert. Von einem Verbot wurde vorerst abgesehen, wenngleich weitgehend Einigkeit bestand, dass es sich bei dieser Gartengestaltung um einen ökologischen Sündenfall handelt.

Gleichwohl beließen es die Heuchelheimer dabei, dass das Rathaus in der Öffentlichkeit bzw. gegenüber Hauseigentümern auf die nachteiligen Auswirkungen von Schottergärten hinweist und für naturnahe Gärten wirbt. Jetzt will die Kommune mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie ökologisch wertvollere Areale aussehen: Gemeindliche Flächen, die bislang zumeist pflegeleicht mit Rasen eingesät sind, sollen sich in Blumenwiesen verwandeln. Sowohl innerorts als auch außerhalb der Dörfer sollen Blühstreifen und Wildkräuterflächen angelegt werden. Dies, um in Sachen Arten- und Klimaschutz Gutes zu tun und zugleich das Orts- und Landschaftsbild zu verbessern. Bei der Umgestaltung soll heimisches Saatgut verwendet werden, um eine Beimischung von exotischen Pflanzen zu vermeiden. Mehr als ein Dutzend Flächen, die infrage kommen, hat die Koalition von CDU, FDP und Freien Wählern vorgeschlagen. Weitere können selbstverständlich hinzukommen.

Und: Ausweislich der kommunalen Homepage gibt es Zuschüsse von 500 Euro für das Beseitigen von Schottergärten. Interessenten stimmen sich dazu mit der Bauverwaltung ab.

Aktion 1000 Bäume

Zudem läuft jetzt die Aktion "1000 Bäume für Heuchelheim" an. Das Rathaus bezuschusst 1000 Bäume, die von Bürgern gepflanzt werden, jeweils mit 100 Euro. Auch dies ein Beitrag zum Klima- und Naturschutz in der Gemeinde.

Und so funktioniert’s:

Haus- und Grundstücksbesitzer in Heuchelheim und Kinzenbach können in ihren Gärten oder auf Streuobstwiesen neue Bäume pflanzen. Es dürfen halb- oder hochstämmige Laub- oder Nutzbäume sein. Je Wohnbaugrundstück werden bis zu fünf Bäume gefördert.

Die Bäume können im Zeitraum zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 31. Dezember 2021 gekauft und gesetzt werden. Empfohlen wird der Besuch der heimischen Baumschulen.

Um den Zuschuss zu erhalten, ist die Quittung bei der Finanzabteilung in der Gemeindeverwaltung einzureichen. Bürgermeister Lars Burkhard Steinz: "Kommen Sie einfach vorbei und zeigen Sie Ihre Rechnung vor."

Diese Aktion gilt, solange Mittel für 1000 Bäume vorhanden sind. Mit dem Kauf bzw. der Anpflanzung des 1000. Baumes endet diese Aktion.

Weitere Einzelheiten zu dem Programm sind auf der gemeindlichen Homepage www.heuchelheim.dehinterlegt.

Die Gemeindevertretung hat bereits vor Jahresfrist 100 000 Euro dafür bereitgestellt.

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