Fusion der Kirchengemeinden

Heuchelheim und Kinzenbach schließen sich zusammen

Heuchelheim (pm). Die evangelische Kirchengemeinde Kinzenbach und die evangelische Martinsgemeinde Heuchelheim schließen sich zum 1. Januar 2020 zu einer Gemeinde zusammen. Das haben beide Kirchenvorstände jetzt beschlossen. Die neue Gemeinde wird den Namen "Evangelische Martinsgemeinde Heuchelheim-Kinzenbach tragen.

In einem Brief an die Gemeindemitglieder informieren die Kirchenvorstände von Kinzenbach und Heuchelheim über die Entscheidung und laden zu Gemeindeversammlungen nach den Sommerferien ein, bei denen über den Zusammenschluss ausführlich informiert wird.

Mit dem Zusammenschluss tragen sie dem Wunsch Rechnung, "unser vielfältiges Gemeindeleben angesichts gesunkener Mitgliederzahlen zu sichern, vor allem aber die in den letzten Jahren gewachsenen gemeinsamen Arbeitsgebiete auszubauen", heißt es in dem Brief.

Rückläufige Mitgliederzahlen

In den vergangenen Jahren sind beide Kirchengemeinden schon eng zusammengerückt und haben gemeinsame Arbeitsgebiete entwickelt. Es gibt mittlerweile viele Gemeinsamkeiten, etwa bei der Gottesdienstplanung, der Konfirmandenarbeit, dem Gemeindebrief, dem Kirchenchor und Glaubenskursen. Die Kirchenvorstände beraten jetzt schon regelmäßig miteinander.

Nach dem Zusammenschluss wird es nur noch einen Kirchenvorstand geben. Bis zur Neuwahl im Jahr 2021 besteht er aus den bisherigen Mitgliedern beider Vorstände. Die Pfarrerinnen Cornelia Weber und Petra Schramm werden künftig gemeinsam für die Menschen in Heuchelheim und Kinzenbach da sein. Die Haushalte und die Vermögen der beiden bisherigen Gemeinden werden zusammengeführt, informieren die für beide Gemeinden Verantwortlichen. Die Verwaltungsarbeit wird mit einem gemeinsamen Gemeindebüro in Heuchelheim an der Martinskirche vereinfacht. In Kinzenbach wird es eine Außenstelle des Gemeindebüros geben, so dass Pfarrerinnen und Gemeindesekretärinnen auch dort für Anfragen und in Sprechstunden erreichbar sind.

"Mit dem Zusammenschluss werden die Gemeinden zukunftsfähig und sind für die Herausforderungen der nächsten Jahre gewappnet", betonen die Kirchenvorstände.

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau prüft jetzt juristisch den Vertrag zwischen den Gemeinden. Doch wird an der Zustimmung in Heuchelheim und Kinzenbach nicht gezweifelt, weil Kooperationen oder Zusammenlegungen benachbarter Gemeinden gesamtkirchlich wegen rückläufiger Mitgliederzahlen gewollt sind.

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