Drei miteinander verbundene Gebäude hat die Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim- ein Bau aus den 1960er Jahren. Zwei von ihnen wurden jetzt energetisch saniert. FOTO: PM
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Drei miteinander verbundene Gebäude hat die Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim- ein Bau aus den 1960er Jahren. Zwei von ihnen wurden jetzt energetisch saniert. FOTO: PM

Sanierung abgeschlossen

An der Grundschule in Heuchelheim überraschen Schüler die Baudezernentin mit Tanzeinlage

  • vonred Redaktion
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Die Sanierung der Grundschule in Heuchelheim ist abgeschlossen, 4,6 Millionen Euro wurden investiert. Die scheidende Schuldezernentin Christiane Schmahl wurde bei der Einweihung überrascht.

Es sollte ein schlichter Fototermin an einem grauen Wintertag kurz vor dem Lockdown werden. Denn die Corona-Pandemie ließ nicht zu, dass Einweihungen im größeren Rahmen stattfinden. Doch dann hatten die Kinder der Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim eine Überraschung für Schul- und Baudezernentin Dr. Christiane Schmahl parat: Als um Punkt 13 Uhr die Schulglocke ertönte, wurde es ganz schön bunt auf dem Pausenhof vor der frisch sanierten Aula.

Schüler der Grundschule versammelten sich mit Abstand und Alltagsmasken auf der großen Treppe im Eingangsbereich. Was folgte, war eine "Flashmob"-artige Tanzeinlage. Die Wahl der Musik war dabei auf das Lied "Happy" von Pharrell Williams gefallen. Und glücklich war auch Schmahl: "Es sind diese Momente, die ich nach meiner Amtszeit am meisten vermissen werde."

Damit sind die rund zwei Jahre andauernden Arbeiten an einer der großen Grundschulen im Landkreis Gießen beendet. Das freut die Kinder, für die manches auf der Baustelle ein großes Abenteuer war, "weil es immer wieder was zu gucken gab", und natürlich auch das rund 15-köpfige Kollegium um Schulleiterin Katrin Schleenbecker. Rund 300 Kinder aus Heuchelheim und Kinzenbach besuchen die Grundschule Heuchelheim, in den 1960er Jahren von der Gemeinde Heuchelheim nach Plänen des lokalen Architekten Günter Oth († 2018) erbaut.

Die energetische Sanierung von zwei Schulgebäuden mit Aula und Mensa sowie einem Klassentrakt hat der Landkreis 2016 für das kommunale Investitionsprogramm des Bundes ngemeldet. "Die Förderung betrug 2,96 Millionen Euro, 1,64 Millionen Euro haben wir aus dem Kreishaushalt investiert", erklärt Schmahl die Finanzierung von 4,6 Millionen Euro.

Baubeginn war am 1. Juli 2019. Trotz Corona konnten die Bauarbeiten nahezu fristgerecht zum 30. September abgeschlossen werden. Aktuell laufen nur noch Restarbeiten an den Außenanlagen. Somit konnten die Schüler ihre neuen Räume nach den Herbstferien beziehen.

Für die Sanierung der beiden Gebäude war zuvor ein interner Umzug notwendig. Funktionsräume wurden in anderen Gebäuden der Grundschule untergebracht, für etliche Klassenzimmer hatte der Landkreis eine Zwischenlösung am nahe gelegenen Mühlberg geschaffen. Dort wurde eine ehemalige Flüchtlingsunterkunft in Holzmodulbauweise, ein so genannter "Laumann-Container" für den Schulbetrieb umgebaut.

Neue Heizung

Die sanierten Gebäude sind nun energetisch saniert und gut gedämmt. Auf die Flachdächer wurden flach geneigte Dachkonstruktionen gesetzt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Im Inneren haben die Räume Akustikdecken und einen Anstrich erhalten. Zudem wurde die konventionellen Lampen durch energieeinsparenden LEDs ersetzt.

Sämtliche Räume haben eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bekommen. Neu ist zudem die Heizung. Eingebaut wurde eine energieeffiziente Gasbrennwertanlage in Kombination mit einem Blockheizkraftwerk. Mit der Photovoltaikanlage und der Wärmerückgewinnung bei der Lüftung hat der Kreis als Schulträger an der Wilhelm-Leuschner-Schule auf regenerative Energien gesetzt.

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