Grüne sehen »Planungsgespenst«

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Heuchelheim (pm). Eine neue Planungsvariante zur Lösung des Wetzlarer Hochbrückenproblems in Form einer Westumgehung von Dalheims lässt im Raum Lahnau-Kinzenbach Ängste aufkommen, dass der alte A 480-Lückenschluss zwischen Blasbach und Wettenberg in der Folge wieder auftaucht. Stephan Henrich vom grünen Ortsvorstand aus Heuchelheim sieht das nicht als aktuell an:

Die Dalheimer Westumfahrung stelle keineswegs den »derzeitigen Planungsstand« dar, sondern sei eine von vielen zu untersuchenden Varianten. Die von Land und Bund zu treffende Variantenentscheidung sei noch gar nicht gefallen.

Schließlich sei der A 480-Abschnitt, den Henrich als »Planungsgespenst einer autoverrückten Planergeneration« bezeichnet, im Bundesverkehrswegeplan (2016) vollständig gestrichen worden.

Widerstand kommt

Die Heuchelheimer Bündnisgrünen plädieren daher für eine sachliche und realistische Einschätzung zum sicherlich nie mehr ernsthaft diskutierten Autobahnbau.

Deutlich ernster zu nehmen sei die vom RP veröffentlichte Arbeitskarte zur Fortschreibung des Regionalplanes mit Darstellung künftiger Siedlungs- und Gewerbegebiete, die jetzt in den Gremien der Regionalversammlung diskutiert wird und im Herbst in die Bürgerbeteiligung gehen soll. Da taucht wieder ein rund 15 Hektar großes neues Gewerbegebiet in Biebertal Richtung Abendstern auf. Dies erinnert laut Henrich an das 2015 abgelehnte IKZ-Gewerbegebiet: »Von wem auch immer dieses weitere Planungsgespenst in die Regionalplanung eingebracht wurde, er oder sie wird unseren erneuten Widerstand zu spüren bekommen.«

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