"Gesundheitszentrum" in Kinzenbach?

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Heuchelheim (so). Rund 3000 Quadratmeter. Damit ist das Grundstück der alten Kinzenbacher Schule an der Bahnhofstraße groß genug, um ein weiteres Gebäude zu vertragen. Einfach nur eine Wohnbebauung, das wäre zu wenig, meint Lars Burkhard Steinz. Der Heuchelheimer Bürgermeister denkt vielmehr an ein "Gesundheitszentrum".

Hinter dem etwas hochtrabend daherkommenden Begriff verbirgt sich ein Haus mit Arztpraxen und Raum für weitere medizinische Dienstleister wie etwa Physiotherapeuten. Darin sieht Steinz eine gute Ergänzung zur geplanten Nutzung der Alten Schule. Dort soll ein Dorfzentrum entstehe, in dem Sozialstation, viele Ortsvereine, ein Dorfcafé und vielleicht eine Bäckereifiliale ihren Raum finden.

Dem Bürgermeister schwebt ein zweigeschossiger Neubau vor, in den sich Ärzte langfristig einmieten. Die in Kinzenbach bislang ansässige Hausärztin steht schon bereit; weitere sollen folgen. Sollten sich nicht genügend Ärzte finden, dann könnten auch alternativ bezahlbarer Wohnraum angeboten werden, so Steinz.

Doch wer baut? Ist es Aufgabe einer Gemeinde, für den Arzt im Dorf eine Praxis zu bauen? "Es bedarf kommunaler Anstrengungen, um auch für die Zukunft die medizinische Infrastruktur für die Bürger vorzuhalten", argumentiert der Bürgermeister. Und kann sich vorstellen, dass die Gemeinden einen Neubau über den Haushalt finanziert und das Geld über die Mieteinnahmen binnen 20 Jahren wieder eingespielt wird.

Die Gemeindevertreter, die sich in den Fachausschüssen mit der Frage befasst haben, sinnen derweil über Alternativen nach. Für sie ist auch denkbar, dass statt der Gemeinde ein Investor baut. Das soll der Bürgermeister den Sommer über sondieren, so der Wunsch. Eine Entscheidung über das "Gesundheitszentrum" ist damit erst einmal bis September zurückgestellt.

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