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Etwas außergewöhnlich: Eine Taufe am Dutenhofener See (v. l.) Pfarrer Johannes Lohscheidt, Kevin Zarges (Pate), die Eltern Saskia (mit dem kleinen Ben) und David Klimek sowie Sandra Olemotz (Patin).

"Genialster Ort für eine Taufe"

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Heuchelheim/Wetzlar (se). Er wird sich später nicht mehr daran erinnern, seine Eltern, Großeltern und weitere Verwandte aber garantiert umso besser: Am vergangenen Samstag wurde Ben David Klimek, Sohn von David und Saskia Klimek aus Heuchelheim, durch Johannes Lohscheidt, Pfarrer der evangelischen Wicherngemeinde Gießen, getauft. Das ist an und für sich schon ein schönes und besonderes Ereignis für eine Familie.

Was die Taufe zu etwas besonderem macht: Der junge Erdenbürger, der am 21. Juni im Katholischen Krankenhaus Gießen das Licht der Welt erblickt hatte, wurde im Dutenhofener See getauft und damit nach heutigem Verständnis an einem ungewöhnlichen Ort in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Bei der Taufe schöpfte der Pfarrer das Wasser aus einer Schale über den Kopf des Täuflings.

Zurück zu den Ursprüngen, könnte man meinen, denn, darauf weist Johannes Lohscheidt hin, die frühen Christen haben sich ebenfalls an Ufern von Gewässern taufen lassen. "Es ist ein besonderer Tag, ein besonderer Mensch und ein besonderer Ort", konstatierte der Geistliche in seiner Predigt. Mehr noch: "Es ist der genialste Ort für eine Taufe." Für David und Saskia Klimek ist die Wahl dieses Ortes kein Zufall, denn sie hatten ebenfalls am Dutenhofener See, im "Anker", ihre standesamtliche Hochzeit gefeiert und kehrten nun zu einem weiteren herausragenden Ereignis auf ihrem gemeinsamen Lebensweg an diesen Ort zurück.

Glaube, Liebe, Hoffnung

Als Taufspruch haben sich die Eltern aus dem Hohelied der Liebe den 13. Vers im 13. Kapitel des 1. Korintherbriefs des Paulus von Tarsus ausgesucht: "Auch wenn alles einmal aufhört - Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben, doch am höchsten steht die Liebe." Dieser Spruch wird Ben David Klimek als Mitglied der christlichen Gemeinschaft nun ein Leben lang begleiten.

Etwas mehr als 40 Personen wohnten der Taufe bei, wobei einige Gäste aus Oberschlesien angereist waren und dabei eine Anfahrt von rund 800 Kilometern auf sich genommen hatten.

In den Gottesdienst eingebunden waren auch die beiden Paten, Sandra Olemotz und Kevin Zarges. Eltern, Paten und Pfarrer standen während der eigentlichen Taufe mit den Füßen im See, die anderen Mitglieder der Taufgesellschaft verfolgten das Geschehen von den Bänken aus, die im Sandstrand aufgestellt waren. Der kleine Ben Klimek ließ das ganze Geschehen ruhig über sich ergehen.

Ein gutes Omen: Kurz vor Beginn hatte der leichte Regen aufgehört, der Taufgottesdienst konnte am Samstagmittag ohne störendes Nass von oben gefeiert werden.

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