Im Frühling soll es losgehen

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Von einem "wichtigen Tag für die Gemeinde, einem wichtigen Tag für die Seniorenbetreuung" sprach Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU) vor Wochenfrist in der Gemeindevertretung, als der Vertrag zum Festplatzverkauf beschlossen wurde. Der Bürgermeister hatte eigens für die Sitzung seinen Jahresurlaub verkürzt.

Von einem "wichtigen Tag für die Gemeinde, einem wichtigen Tag für die Seniorenbetreuung" sprach Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU) vor Wochenfrist in der Gemeindevertretung, als der Vertrag zum Festplatzverkauf beschlossen wurde. Der Bürgermeister hatte eigens für die Sitzung seinen Jahresurlaub verkürzt.

Schon im kommenden Jahr kann der Festplatz am Linn bebaut werden. Die Gemeindevertretung hat dem Kaufvertrag mit breiter Mehrheit zugestimmt. Gegenstimmen kamen von den Grünen und der SPD sowie vom KWI-Fraktionsvorsitzenden Gernot Buseck. Für einen rund 5000 Quadratmeter großen Teil des Festplatzes zahlt das Unternehmen ABID aus Limburg gut 900 000 Euro, also einen Quadratmeterpreis von 180 Euro. ABID will dort ein Seniorenzentrum errichten. Die SPD sowie KWI-Chef Buseck kritisierten den Verkaufspreis als zu niedrig. 180 Euro seien nicht das Maß der Dinge, ärgert sich SPD-Vorsitzender Benjamin-Sebastian Unverricht angesichts von 227 Euro, die die Kommune selbst für Bauland auf der Bölz aufgerufen hat sowie noch höheren Preisen von privat an privat. "Bei aller Liebe – das war nicht gut verhandelt", hielt er dem Bürgermeister in der Gemeindevertretung vor.

Gernot Buseck sieht in dem Seniorenzentrum "einen Mehrwert für die Gemeinde", hält den Preis allerdings ebenfalls für zu niedrig. Seine Fraktionskollegen stimmten bei der Entscheidung jedoch mit der Koalition

Die Grünen hätten sich eine andere Nutzung des seit 2004 brachliegenden Platzes am Linn vorgestellt, hatten ehedem die Feuerwehr ins Spiel gebracht, und auch das Errichten von sozialem Wohnungsbau wäre für sie denkbar gewesen. Darauf abzielende Anregungen waren in der Vergangenheit jedoch ungehört verhallt.

Warum wird nur ein Teil des Festplatzes verkauft? Weil unter dem bei der Gemeinde verbleibenden Areal eine alte Müllkippe steckt, die nicht massiv überbaut werden kann. Deren Entsorgung würde ordentlich Geld kosten – Steinz sprach von der Größenordnung eine Million Euro. Ergo kommt dort ein Parkplatz hin. Der Bürgermeister nennt den Preis "zeitgemäß und angemessen" und sieht die Gemeinde mit der Festplatzbebauung auf dem richtigen Weg: "Innerortsverdichtung geht vor Außenentwicklung!" Zudem sichert er zu: Auch für die Feuerwehr werde es einen anderen guten Standort in der Gemeinde geben.

Wie geht es jetzt weiter? Jetzt muss die Bauplanung vorangetrieben werden.

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