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Umzug Heuchelheim

Faschingsumzug Heuchelheim: Friedlich-fröhliche Straßenfastnacht - Mit Bildergalerie

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Nach dem Anschlag in Volkmarsen wurde für die hiesigen Fastnachtsumzüge am Dienstag alles noch Mögliche getan, um die Sicherheit für Narren und Besucher zu erhöhen: So ordneten die Verantwortlichen mehr Polizeipräsenz und mobile Straßensperren an - mit Erfolg.

Die gute Nachricht verkündete Polizeisprecher Jörg Reinemer bereits am späten Nachmittag: Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Bei allen Fastnachtsumzügen im Kreis sei es friedlich geblieben, ließ er wissen. Das war nach dem Anschlag am Rosenmontag in Volkmarsen durchaus eine Nachricht wert. Ebenso, dass überhaupt alle Umzüge stattgefunden haben.

Die Narren lassen sich das Feiern nicht vermiesen - so lautete die Entscheidung der Verantwortlichen am Dienstagmorgen. Eine, die nach dem schrecklichen Ereignis in Nordhessen sicherlich nicht leicht zu treffen war. Keiner der Züge aber wurde abgesagt. In Heuchelheim, Krofdorf, Lollar, Hausen, Grüningen und Freienseen wurde fröhlich gefeiert.

"Unser Mitgefühl gilt den Verletzten von Volkmarsen. Aber wir müssen den Idioten Paroli bieten. Wir wollen zeigen, dass wir in der Lage sind, multikulturell und bunt zu feiern!" Klare Worte des Krofdorfer Zugmarschalls Karl-Heinz Schmidt bereits am Montagabend.

Die größeren Umzüge wie in Heuchelheim, Krofdorf-Gleiberg oder Lollar, die etliche tausend Zuschauer anlocken, waren am Montagnachmittag wegen Volkmarsen kurzzeitig mit einem Fragezeichen versehen worden.

Heuchelheim: Die schönsten Bilder vom Faschingsumzug

 © Schepp
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Am Dienstagmorgen waren Vertreter der Fastnachtsvereine aus Heuchelheim und Krofdorf-Gleiberg mit der Polizei, den Bürgermeistern und den Ordnungsämtern um 9 Uhr im Heuchelheimer Rathaus zur Besprechung zusammengekommen. Da wurde entschieden, die Züge wie geplant durch die Straßen ziehen zu lassen. Aber mit der Maßgabe: Strenge Sicherheitsbestimmungen sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

So wurde verabredet, dass zusätzliche Polizeikräfte präsent sind und darüber hinaus in Bereitschaft stehen, um im Falle des Falles sofort eingreifen zu können. "Die Zahl der Beamten, die die Züge begleiten und die in Bereitschaft sind, wurde aufgestockt", sagte Polizeisprecherin Sabine Richter. An neuralgischen Punkten wie Kreuzungen und Plätzen gab es mehr Präsenz; ansonsten wurde "lageabhängig" entschieden. Konkrete Zahlen, wie viele Beamte nun zum Absichern des Narrentreibens unterwegs waren, wollte die Polizei "aus einsatztaktischen Gründen" (Richter) nicht kommunizieren.

Dazu haben die Kommunen gleich am Dienstagfrüh nochmals daran gearbeitet, ihre Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen zu überprüfen und zu erweitern. In Krofdorf-Gleiberg beispielsweise hat man in 30 Jahren Golden-Oldies-Festival reichlich Erfahrungen gesammelt. So wurden an den Zufahrtsstraßen mobile Sperren errichtet. Konkret wurden Straßen mit großen Bauhof-Fahrzeugen, schweren Traktoren, Anhängern oder Baggern dichtgemacht, um zu verhindern, dass ein Auto in den Zug oder die feiernden Zuschauer gesteuert werden kann. Auch bei den Golden Oldies dienten in der Vergangenheit schon Busse als Straßensperre, um so für mehr Sicherheit zu sorgen. Betonpoller, wie sie bei Weihnachtsmärkten platziert werden, konnten für die Fastnachtsumzüge auf die Schnelle nicht mehr organisiert werden.

In Lollar kam die Feuerwehr zum Einsatz, um den Zug abzusichern. Die Blauröcke flankierten Fußgruppen und Motivwagen mit großen Fahrzeugen am Anfang und am Ende.

Wobei nach dem Attentat in Volkmarsen mit rund 60 Verletzten als auch nach dem Anschlag in Hanau wohl dem einen oder anderen nicht nach Feiern zumute war. Denn die Besucherzahlen blieben zumindest gefühlt hinter den Vorjahren zurück.

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