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Schunk hilft: Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (2. v. r.) erhält Spenden für die Kita "Rappelkiste" von (v. l.) Steffen Friedrich, Dr. Reinhard Wolf und Dr. Arno Roth. (se)

30 000 Euro für die "Rappelkiste"

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Heuchelheim (se). Da ging ein lautes Raunen durch den Saal: Im Rahmen des Windhoffestes der Firma Schunk wurden 30 000 Euro zugunsten der an Pfingsten abgebrannten Kindertagesstätte "Rappelkiste" in Heuchelheim gespendet. Nicht nur Bürgermeister Lars Burkhard Steinz war deshalb überwältigt.

Schunk lädt traditionell ehemalige und aktuell Beschäftigte zum Windhoffest ein. Den Rahmen nutzt das Heuchelheimer Unternehmen Jahr für Jahr, um Spenden an Einrichtungen zu übergeben, die einer Zuwendung bedürfen. In diesem Jahr war die Gemeinde Heuchelheim zunächst Adressat einer Spende in Höhe von 10 000 Euro, zweckgebunden für den Wiederaufbau der "Rappelkiste".

Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group, überreichte gemeinsam mit Personalleiter Steffen Friedrich einen Scheck an Steinz. Dr. Reinhard Wolf, Vorstandsmitglied der Ludwig-Schunk-Stiftung, setzte noch mächtig einen drauf und übergab als Spende der Stiftung einen weiteren Scheck über 20 000 Euro für denselben Zweck.

Der Bürgermeister informierte kurz über den Stand der Dinge. Danach werde im Industriegebiet Süd das ehemalige Fabrikations- und Verkaufsgebäude von Dormiente bezogen, wo die jetzt in verschiedene Einrichtungen untergebrachten "Rappelkiste"-Kinder eine vorübergehende Bleibe finden werden, ehe die neue Kindertagesstätte fertiggestellt sein wird. Steinz freute sich riesig über die "unheimlich tolle Spende".

Rund 720 Mitarbeiter (ab dem 25. Betriebsjubiläum) und Pensionäre waren der Einladung der Unternehmensleitung in das Mitarbeiterrestaurant am Sitz der Unternehmenszentrale zum Windhoffest gefolgt. Im Rahmen dieser Zusammenkunft wurden auch drei der ältesten ehemaligen Schunk-Mitarbeiter geehrt: Walter Lenz (Kleinlinden/91 Jahre alt), Karl-Heinz Becker (Biebertal/93) und Walter Stroh (Wettenberg/94).

Vorstand Roth ging auf die aktuelle Entwicklung bei Schunk ein. Dabei erklärte der Vorsitzende der Unternehmensleitung, dass das Jahr 2018 ein gutes Jahr für die Firma gewesen sei. "Die Weltwirtschaft hat uns Rückenwind gegeben, wir sind über sieben Prozent gewachsen und haben einen Umsatz von fast 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zu diesem Wachstum hat beigetragen, dass wir uns an der Firma Optotech in Wettenberg mehrheitlich beteiligt haben."

Investitionen in Technologien

Allerdings musste Roth einräumen, dass das Jahr 2019 wegen der abgekühlten Weltkonjunktur weniger gut ausfallen werde als ursprünglich geplant. "Glücklicherweise haben wir Schunk gut aufgestellt und sind finanziell unabhängig. Daher sind wir auch in der Lage, kräftig in die Zukunft zu investieren." Jährlich rund 100 Millionen Euro investiere das Unternehmen in neue Technologien, Innovations- und Forschungszentren sowie moderne Produktionsanlagen. Der Großteil komme den mittelhessischen Standorten zugute, die auch in Zukunft das Herz des Unternehmens bilden werden.

Nach der Begrüßungsrede und der Scheckübergabe konnten die zahlreichen Gäste das gute Essen, die kühlen Getränke und die freundlichen Gespräche miteinander genießen sowie den Klängen der Original Münchholzhäuser Blaskapelle lauschen.

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