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Eine syrische Tanzgruppe präsentiert beim internationalen Kulturfest einen Säbeltanz.

Eine bunte Mischung

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Heuchelheim (se). Musik und Tanz prägten das Internationale Kulturfest im Kinzenbacher Mehrzweckgebäude, zu dem die Gemeinde Heuchelheim am Sonntag eingeladen hatte. "Bei uns wird Integration groß geschrieben", stellte der Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Rolf-Martin Barth, fest, der gemeinsam mit Bürgermeister Lars Burkhard Steinz das Fest eröffnete. Dabei werde die Vielfalt der einzelnen Kulturen innerhalb der Gemeinde dargestellt. Beim Kulturfest wurden auch Kaffee und Kuchen angeboten, dazu andere kulinarische Köstlichkeiten, die an den einzelnen Ständen gereicht wurden. "Das Wichtigste aber ist die Begegnung", stellte Barth fest.

Während im Außenbereich einige Stände aufgebaut worden waren, an denen Actionpainting, Piñata, aber auch eine kleine Einführung in die arabische Schrift angeboten wurden, erfreuten unterschiedliche musikalische Vorführungen im Gebäude selbst die Besucher. Die "Wiki-Tanzgruppe" der mit coolen Brillen und interessanten Kopfbedeckungen ausgestatteten Kinder eröffnete den Reigen der Darbietungen. Vorträge der Liederbrücke mit dem Chorleiter Andreas Stein und der Dance-Kids der TSF Heuchelheim folgten, ehe der Säbeltanz einer syrischen Tanzgruppe den Vorderen Orient in die kleine Halle brachte.

Musik und viele Gespräche

Auf dem Programm standen außerdem "Ritmystic", traditionelle Musik aus Anatolien, sowie "A Palo Seco" (Flamenco) sowie ein Auftritt der Trommelgruppe der AWO-Jugendhilfe, Internationale Folklore aus Gießen sowie Soul, Rock und Pop mit "Vintage Vinos". Zwischenzeitlich hatten alle Besucher Gelegenheit zu tanzen und zu singen.

Das Fest stand unter dem Motto "Die Welt, unser Dorf und wir". Hierzu wurde das Ergebnis einer mehrwöchigen Arbeit von Drittklässlern der Heuchelheimer Wilhelm-Leuschner-Schule auf Plakaten ausgestellt. "In unserer Klasse sind wir 23 Schülerinnen und Schüler", heißt es auf einem Plakat. "Wir wohnen in Heuchelheim und Kinzenbach: Das ist unsere Heimat." Dabei schreibt ein Schüler, dass seine Familie aus Licata (Sizilien) stamme. So werde in der Familie sowohl Deutsch als auch Italienisch gesprochen. Lieblingsspeise: Spaghetti Bolognese. Ein weiteres Plakat wird auch der religiösen Zugehörigkeit gewidmet: "Wir sind Jesiden", berichtet dabei ein Junge.

Ein anderer Schüler gibt an, einer islamischen Glaubensgemeinschaft anzugehören. Verziert wurden die Plakate mit Porträts der Kinder, die zum Teil Symbole ihrer Glaubensgemeinschaft in der Hand halten, oder Zeichnungen mit unterschiedlichen Motiven. Im Mittelpunkt dieser kleinen Ausstellung stand eine Karte von Heuchelheim und Kinzenbach mit eingearbeiteten Erläuterungen. "Das ist unsere Heimat." Neubürger unterschiedlicher Nationalitäten und alteingesessene Heuchelheimer und Kinzenbacher kamen ins Gespräch.

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