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In familiärer Atmosphäre lässt sich prima chillen: Musik gibt’s bei freiem Eintritt und optimalen Witterungsbedingungen.

Jam-Festival

Beim Jam-Festival in Heuchelheim gibts alles von Reggae bis Hardrock

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In Heuchelheim am Silbersee wird seit Jahren das Jam-Festival gefeiert. 700 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen.

Aus dem Weltraum könnte man die kleine Wiese zwischen der Ludwig-Rinn-Straße und dem Silbersee wohl kaum erkennen. Dank Google Earth kann sich aber jedermann über die Lage des Festivalgeländes informieren. Von oben betrachtet, wirkt das von Büschen und Bäumen umsäumte Rechteck sehr unscheinbar. Doch seit einigen Jahren geschehen hier einmal jährlich wundersame Dinge. Dann umstellen fleißige Hände die Fläche mit einem mobilen Zaun. Nur an zwei Seiten gibt es Eingänge. Sicherheitspersonal fragt nach Glasflaschen.

Das Jam-Festival ist zwar alternativ, aber keine plastikfreie Zone. Nächste Station hinter der Glaskontrolle ist eine Art Abendkasse, allerdings ohne Geld. "Ich dachte doch, es sei umsonst", meint jemand. Ist es auch, die vermeintliche Kasse will kein Geld sehen, sondern verteilt Stempel kostenlos. Die weisen den Besucher als solchen aus. Das sei wichtig für den Getränkekauf, erfährt der Berichterstatter. Der ist aber nicht durstig, bestenfalls auf ein gutes Fotomotiv.

Origineller Mix: Musik und Workshop

Mit dem Getränkestempel auf dem Handrücken geht es am Personal des Deutschen Roten Kreuzes vorbei. Ein Rettungswagen steht vor Ort. Gegenüber ist der Bereich mit vielfältigen Angeboten für die jüngeren Besucher. Im Anschluss folgen die Speisen und Getränke, schließlich die Minibühne für private Jam-Sessions, also improvisierte Musikeinlagen. Mitten auf dem Festivalplatz steht ein übergroßer Hochsitz, darinnen befindet sich die Bühnentechnik. Auf der Bühne selbst treten an drei Tagen ungezählte Bands auf, sie kommen meistens aus der heimischen Umgebung. Die spielen allerlei Musikstile von Reggae bis Hardrock. Das klingt unterschiedlich laut.

Die nächsten "Anlieger" sind die Kühe vom Milchhof in Richtung Schillerstraße, denen ist es wahrscheinlich egal. Von Lärmbelästigung kann ansonsten keine Rede sein. Jede örtliche Kirmes wäre näher an den Bewohnern dran. Ein etwaiges Parkchaos ist auch nicht auszumachen. Das Festival-Wetter war ideal. Es wäre schön, würden sich die Heuchelheimer mit dem Jam-Festival, dieser originellen Mischung aus Musik und Workshops, ähnlich den Bewohnern von Wacken, dauerhaft arrangieren. In Wacken zählt man über 70 000 Festivalgäste, am Silbersee über 700. Wäre doch gelacht, wenn man die einmal jährlich nicht wegstecken könnte. Der Reporter jedenfalls war begeistert.

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