SPD befürchtet Verkehrschaos

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Heuchelheim(pm). Die SPD-Fraktion in Heuchelheim befürchtet in ihrer Gemeinde ein Verkehrschaos, wenn das Impfzentrum im Gebäudekomplex des Einrichtungshauses Roller eingerichtet wird. Wegen der schlechten Verkehrsanbindung äußern die Sozialdemokraten erhebliche Bedenken. Außerdem kritisieren sie, dass das Landratsamt "ohne Rücksprache mit der Gemeinde und dem Bürgermeister" entschieden habe, das Impfzentrum im Süden der Gemeinde zu eröffnen.

Für die SPD schreibt Fraktionsmitglied Johannes Klameth in der Pressemitteilung, wenn der Betrieb beginnt, können dort bis zu 1350 Bürgerinnen und Bürger täglich geimpft werden. Dies bedeute, dass bis zu 90 Personen jede Stunde in Heuchelheim anreisen werden. "Wir sind nicht gegen das Impfzentrum, haben aber erhebliche Bedenken aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens", so Klameth.

Sind Shuttlebusse die Lösung?

Mit dem Auto aus Richtung Gießen kommend muss man durch die Gießener Straße fahren. Dort komme es bereits an normalen Tagen zu Staus. Würden die Fahrzeuge in die Ludwig-Rinn-Straße abbiegen, wären bei jetziger Verkehrsführung auch lange Staus vorprogrammiert. Bei der Anreise über Kleinlinden oder Allendorf entstehen oft Wartezeiten am Bahnübergang von 15 Minuten und länger. Von der Bushaltestelle bis zum Impfzentrum sind es 650 Meter.

Ein weiterer Aspekt, der den Sozialdemokraten "nicht schmeckt": Neben dem Impfzentrum wurde in diesem Jahr der Kindergarten "Rappelkiste" einquartiert. Die Kinder wurden dort untergebracht, weil ihr Kindergarten abgebrannt war. Um einen nahegelegenen Spielplatz zu erreichen, müssten die Kinder auf der Straße laufen, die zum Impfzentrum führt. Das zu erwartende erhöhte Verkehrsaufkommen gefährde die Kita-Kinder.

Und da sich der Kindergarten am Rande des Dorfes befindet, würden viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Einrichtung bringen, was ebenfalls das Verkehrsaufkommen zusätzlich erhöhe. "Unserer Meinung nach ist die Entscheidung für den Standort des Impfzentrums ausschließlich aufgrund des Gebäudes gefallen, ohne über ein Verkehrskonzept nachzudenken", erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Martin W. Davies. Er befürchtet "monatelange zusätzliche Belastungen" für Heuchelheimer Bürger. "Wir erwarten ein tragfähiges Verkehrskonzept und schlagen zum Beispiel den Einsatz von Shuttlebussen vor", erklären die Sozialdemokraten.

Ihrer Meinung nach wären die Hessenhallen in Gießen "der verkehrstechnisch deutlich bessere Standort gewesen" - mit Parkplätzen und einer direkten Anbindung an den Gießener Ring.

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