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Die Fundamentarbeiten für das Seniorenzentrum werden dieser Tage abgeschlossen. Links die Gemeindeverwaltung, die derzeit saniert wird.

Bauarbeiten haben begonnen

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
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Heuchelheim (so). Das Warten hat ein Ende: Die ABID Senioren-Immobiliengesellschaft aus Limburg hat im April mit den Arbeiten am Seniorenheim auf dem früheren Heuchelheimer Festplatz auf die Linn begonnen.

Derzeit befindet sich dort eine riesige Baugrube, in der die Fundamente für die großen Häuser gegossen werden.

Zwischen Linnpfad und Akazienweg entstehen zwei jeweils mehrgeschossige Gebäude mit einem Alten- und Pflegeheim mit 85 Plätzen sowie Appartements zwischen 45 und 105 Quadratmeter. Die Höhe orientiert sich an dem benachbarten Mehrfamilienhaus an der Falkenstraße. In rund zwei Jahren soll die Einrichtung in Betrieb gehen können.

Bauherr ist die in Limburg/Lahn beheimatete ABID-Gruppe, die in sowie rund um Limburg sowie in Wettenberg und Hungen Heime errichtet hat. Ende 2018 wurde in Heuchelheim der Kaufvertrag unterzeichnet.

Mehr Infrastruktur in zentraler Lage

Das zur Onesta-Holding gehörende Unternehmen hat von der Gemeinde etwas mehr als 5000 Quadratmeter des früheren Festplatzes erworben und dafür 908 000 Euro bezahlt.

Die voraussichtliche Gesamtinvestition der Unternehmensgruppe wurde zuletzt je nach Ausstattung und Ausführung zwischen 15 und 20 Millionen Euro beziffert.

Das Seniorenzentrum bietet Pflege, altengerechtes Wohnen sowie weitere Infrastruktur. Dazu gehören medizinische Dienstleistungen, ein Kiosk und eine Tiefgarage. Ein Teil der früheren Festplatzfläche, unter der sich eine alte Müllkippe befindet, verbleibt im Besitz der Gemeinde und soll als Parkplatz genutzt werden.

Damit geht der Ausbau der zentralen Flächen zwischen Heuchelheim und Kinzenbach weiter. Dort konzentriert sich immer mehr zentrale Infrastruktur.

Bereits Anfang der 1970er Jahre wurde dort die Gemeindeverwaltung gebaut; gleich nebenan dann die katholische Kirche. In den 1990er Jahren folgten in der Nähe das Kleeblatt-Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt und nur wenige hundert Meter entfernt Richtung Kinzenbach der kommunale Bauhof. Und womöglich findet sich in der Näher noch ein passendes Grundstück für den Neubau des Feuerwehrstützpunktes. Auch da steht die Standortentscheidung zeitnah an.

Lärmschutz geprüft

2019 schon sollte mit dem Bau des Seniorenzentrums zwischen Heuchelheim und Kinzenbach begonnen werden. Es gab aber Verzögerungen, weil Fragen des Lärmschutzes zu prüfen waren. Angeregt hatte dies ein benachbartes Industrie-Unternehmen, das sichergestellt sehen wollte, dass durch das neue Wohnheim keine Betriebsbeschränkungen zu erwarten seien.

Mit einer so definierten Schwerpunktsetzung auf Altenwohnungen und nicht auf Pflege konnte diese Frage ausgeräumt werden. Zudem hat der Bauherr des Seniorenzentrums seine Pläne entsprechend angepasst.

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