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Am Startpunkt des Rabenauer Höhenwegs: Weit geht der Blick von der Anlage des OHGV Londorf ins Tal. Als Wegezeichen dient meist das Kleeblatt aus dem Gemeindewappen oder ein kleiner Rabe mit Wanderstock.

Herrliche Aussichten im Lumdatal

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Rabenau (tb). Na, das war doch nicht so schwer: Beim ersten Teil unserer "Schatzsuche" ging es natürlich um den "Rabenauer Höhenweg". 31 Kilometer ist der lang, die Wege führen durch Wälder und Felder, bieten an vielen Stellen wunderschöne Aussichten ins obere Lumdatal. Im Zentrum der "Dom der Rabenau", wie die evangelische Kirche zu Londorf auch genannt wird. Das imposante Bauwerk allein ist bereits ein echter "Schatz" des Gießener Landes.

Der durchgängig beschilderte Weg bietet sich auch für Familien an, da man auch kürzere Teilabschnitte unter die Füße nehmen kann. Zumal sich unweit der Einstiegspunkte stets Parkplätz finden. So wie beim Startpunkt des Rundwanderwegs in Londorf, in der Verlängerung der Brodbachstraße. Der liegt nur wenige Meter unterhalb des Vereinsheimes des Oberhessischen Gebirgsvereins, Zweigverein Londorf, dessen schöne Anlage samt historischem Kinderkarussell wir in Text und Bild erwähnt hatten.

Den Wanderfreunden ist auch folgende Beschreibung der Route zu verdanken: Zunächst führt diese vom Parkplatz in nordwestlicher Richtung immer am Waldrand entlang. Beim zweiten Markierungsstein angekommen, hat der "Schatzsucher" einen herrlichen Blick auf Londorf. Nächster Punkt ist dann der "Eiselberg" oberhalb von Rüddingshausen und bald darauf erreicht man den Waldbereich, benannt nach der Flur mit dem seltsamen Namen "Ampel", gelegen 377 Meter über Normalnull.

Vorbei am "Kirchenstumpf"

Wie der Name schon sagt, erschließt die Wanderung die höchsten Erhebungen der Rabenau. Nur - diese Angabe vom Freitag muss korrigiert werden - handelt es sich bei der "Ampel" nicht um die zweithöchste Erhebung im Kreis Gießen, kommt sie doch erst an zehnter Stelle. Auf Platz eins rangiert die "Alte Höhe" bei Altenhain mit 535 Metern über Normalnull, gefolgt vom Dünsberg (498 Meter) und dem "Gaulskopf" in Espa (474 Meter).

Nächster herausragender Punkt der Tour ist der "Läushübl", eine Lindengruppe, von der aus sich ein reizvoller Ausblick auf Rüddingshausen bietet.

Anschließend führt der Weg langsam ansteigend an den Rand des Waldgebietes "Schneid", via Appenborn weiter nach Odenhausen. Vorbei am Aussiedlerhof, entlang der Lumda und des "Ziegenberg", erreicht man bald Geilshausen. Jetzt geht es wieder bergan, hinauf auf den "Melmes". Die Anstrengung lohnt, ist die Hochebene doch ein weiteres landschaftliches Highlight der Rabenau.

Vorbei am "Kirchenstumpf" - ein Baumgruppe, die an das wüstgefallene Dorf namens Antreff erinnert - führt der Weg nun durch den Eichwald und das Waldgebiet "Ammenhäuser Hecke". Kurz darauf ist jetzt Allertshausen mit seinem sehenswerten Kirchlein erreicht. Wenige Meter noch und wieder öffnet sich der Blick ins Lumdatal und weit darüber hinaus.

Talabwärts schreitet man über den "Grünen Weg", überquert nochmals die Lumda, spaziert durch Londorfs Ortskern, wo ein Stopp im Burggarten, ein kleiner Park mit Minigolfanlage, unbedingt lohnt.

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