+

Hefe einfach selbermachen

  • schließen

"Seit Tagen", berichtet Marlene Queckbörner aus Grünberg, "ist in unseren Supermärkten Hefe ausverkauft" (nur ein Opfer der Hamsterhysterie, die Red.). Auf dass nun die (süßen) Träume aller Kuchenbäcker nicht zerplatzen, hat sie einen Tipp: Im Büchlein "Omas Rezepte - zum Vergessen zu schade", 2015 von Helga Reuhl und ihr veröffentlicht, finden sich Anleitungen, wie man "Hefe" selbst herstellen kann. Und natürlich viele Rezepte, die ältesten schon in den 1920er Jahren aufnotiert.

Queckbörner erinnert daran, dass früher in den meisten Haushalten jedes Wochenende gebacken wurde, meist ein Hefekuchen. "Als Streusel- oder Obstkuchen war der sehr beliebt, bei Jung und Alt. Er ließ sich gut aufteilen und gleich aus der Hand essen. Hatte die Mutter keine Hefe im Haus, schickte sie schnell eins der Kinder zum Kaufmann." Damals, fügt sie noch an, hätten die Mädchen in der Hauswirtschaftsschule (vorsorglich) gelernt, wie man diese Backzutat selbst herstellen kann.

Folgend nun ein Rezept aus erwähntem Büchlein. Auf dass alle, die in diesen außergewöhnlichen, manchmal "antriebslosen" Tagen der sozialen Teilisolation wenigstens Freude am Backen finden wollen, es auch können - auch ohne das gewohnte Triebmittel. Man nehme: eine Dritteltasse Bier, einen EL Zucker, einen EL Kartoffelmehl. Mische die Zutaten und stelle sie zwei bis drei Tage in die Wärme. Reicht für zwei Kilo Weizenmehl oder eineinhalb Kilo Gerstenmehl. pm/tb/Foto: ti

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare