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Auch eine Schülerin durfte Sarahs Bauch abtasten und fühlen, wie groß ihr Baby ist und wie es liegt.

Mit der Hebamme Herztöne hören

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Die Klasse 4a der Regenbogenschule Holzheim besuchte am 8. 11. 2019 das Holzheimer Geburtshaus. Die Klasse stellte Frau Stoffer, der Gründerin des Geburtshauses, viele Fragen.

Hebammen betreuen die Schwangeren vor, während und auch noch nach einer Geburt. Durchschnittlich, abzüglich aller Kosten zum Beispiel für die Versicherung, verdienen Hebammen pro Stunde zwischen 8 und 9 Euro. In der Regel dauert eine Geburt zwischen 8 und 20 Stunden, wobei es auch vorkommen kann, dass es die Babys besonders eilig haben oder sich sehr viel Zeit nehmen. Das Geburtshaus hat täglich, rund um die Uhr geöffnet. Der Zeitpunkt einer spontanen Geburt lässt sich nicht planen, weshalb Frau Stoffer immer für die Schwangeren erreichbar ist.

Die Babys werden zu Hause oder im Geburtshaus geboren. Hierfür steht den schwangeren Frauen im Geburtshaus auch eine Badewanne zur Verfügung. Wenn eine Geburt nicht nach Plan verläuft, wird der Notarzt verständigt und die Geburt geht in der Klinik weiter. Mehrlingsgeburten dürfen nicht im Geburtshaus durchgeführt werden. Die schwangeren Frauen, die Zwillinge oder noch mehr Babys erwarten, müssen für die Geburt ins Krankenhaus gehen.

Die Ausbildung zur Hebamme kann man derzeit ab einem Alter von 17 Jahren beginnen. Hierfür benötigt man einen Realschulabschluss, um die dreijährige Ausbildung zu absolvieren. Ab 2021 muss man Abitur haben und der Beruf der Hebamme muss studiert werden.

In Deutschland gibt es momentan nur drei männliche Hebammen.

Das größte und schwerste Baby, dem Frau Stoffer bis jetzt auf die Welt geholfen hat, war 58 cm groß und wog 6430 g. Im Jahr betreut sie 70-90 Geburten in ihrem Geburtshaus in Pohlheim-Holzheim. Sie arbeitet fast seit 20 Jahren in ihrem Beruf und hat bereits ca. 2000 Babys auf die Welt geholfen. Auf den Beruf der Hebamme kam sie, da eine Freundin ihr zu dem Beruf der Hebamme geraten hat. Nachdem die Schüler der Klasse 4a all ihre Fragen gestellt hatten, konnten sie an einer Vorsorgeuntersuchung der Schwangeren Sarah teilnehmen. Der Geburtstermin von Sarahs Baby war zwei Wochen später.

Frau Stoffer überprüfte Sarahs Urin, maß ihren Blutdruck, nahm ihr Blut ab und hörte sich die Herztöne des Babys im Bauch an. Auch eine Schülerin der Klasse 4a bekam die Gelegenheit, den Bauch der Schwangeren und das Baby abzutasten um die Lage und die Größe des Kindes zu bestimmen. Nachdem auch einige Kinder der Regenbogenschule ihre Herztöne mit dem CTG hörbar machten und über das Tempo des schlagenden Herzens erstaunt waren, bedankten und verabschiedeten sie sich von der schwangeren Frau.

Frau Stoffer findet ihren Beruf sehr wichtig und übt ihn sehr gerne aus.

Die Kinder der Regenbogenschule lernten an diesem Tag viel über den Beruf der Hebamme und bedanken sich bei Frau Stoffer, sowie der schwangeren Sarah für diesen schönen Tag.

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