Undichtes Becken

Dem Hallenbad Hüttenberg droht keine kurzfristige Schließung

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  • Patrick Dehnhardt
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Jeden Tag versickern rund sieben Kubikmeter Wasser aus dem undichten Hüttenberger Hallenbad. Ein Gutachten hat nun ergeben, dass aber keine Gefahr für das Grundwasser besteht.

Gute Nachrichten für das Hüttenberger Hallenbad: Eine kurzfristige Schließung droht nicht. Wie das Regierungspräsidium Gießen auf Anfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung mitteilte, geben die ersten Ergebnisse keinen Anlass dazu, eine Schließung anzuordnen.

Nachdem bekannt wurde, dass durch den Boden des Beckens und weitere Leckagen pro Tag mindestens sieben Kubikmeter Wasser im Untergrund versickern, gab es Sorgen um das Grundwasser. Man befürchtete, dass unter anderem Chlor ins Grundwasser gelangen könnte. Gutachter nahmen daher Grundwasserproben rund um das Bad.

Grenzwerte werden eingehalten

Dabei wurde zwar eine Veränderung in unmittelbarer Nähe zum Gebäude festgestellt. "Die bei den ersten Untersuchungen nachgewiesenen Stoffgehalte des Grundwassers stellen jedoch keine schädliche Grundwasserverunreinigung dar. Die maßgeblichen Beurteilungswerte werden unterschritten", teilte das Regierungspräsidium mit. Abschließend soll nun geklärt werden, ob die Veränderungen im Wasser auch durch das undichte Schwimmbecken verursacht werden oder auch eine andere Quelle als Ursache haben könnten.

Bürgermeister Christof Heller reagierte auf die Nachricht positiv. "Für uns war maßgeblich, dass wir das Schwimmbad weiter betreiben wollen. Das können wir jetzt." Eine kurzfristige Schließung ist vom Tisch, "da fällt uns ein Stein vom Herzen". Das genaue Gutachten liege ihm aber noch nicht vor.

Zukunft bleibt dennoch ungewiss

Unabhängig von dessen Ergebnis erarbeite weiterhin eine Arbeitsgruppe der Gemeindevertretung, wie es mit dem Hallenbad weitergehen soll. Von Dichtmachen des Beckens über Dichtmachen des Bades bin zum Neubau reichen die Möglichkeiten.

Kann sich die Gemeinde das Bad leisten?

In diese Betrachtung sollen aber nicht nur die Kosten für die Bauarbeiten und den Unterhalt einfließen. "Die gesamte Infrastruktur in Hüttenberg muss betrachtet werden", sagt Heller. Denn in den kommenden Jahren kommen zahlreiche Großbaustellen auf die Gemeindekasse zu. So werden die Bürgerstuben saniert werden müssen, bei den Feuerwehren bahnen sich ebenfalls Bauarbeiten an und unter Umständen muss auch ein Kindergarten neu errichtet werden. "Ich muss bei einer Investition in dieser Größenordnung beachten, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt." Bevor man sich für einen Lösungsweg beim Hallenbad entscheide, müsse man zunächst die Finanzierungsfrage klären.

Die Arbeitsgruppe wird in der nächsten Gemeindevertretersitzung weitere Ergebnisse vorstellen. Sie findet am Montag, 17. September, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Rechtenbach statt.

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