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Das "Tourchester" ist einst aus der Licher Feuerwehrmusik entstanden. Es spielt in Cleeberg zum Feuerwehrjubiläum.

Guter Grund zu feiern

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Langgöns (con). Mit 70 Jahren gehört die Freiwillige Feuerwehr Cleeberg zu den jüngeren ihrer Art: Aber nichtsdestotrotz können die Cleeberger Feuerwehrleute auf eine spannende Geschichte zurückblicken, haben zudem einen gut funktionierenden Förderverein hinter sich stehen. Das wurde am Wochenende mit einer großen Party gefeiert.

Am Samstag konnten die Besucher bei der Achtzigerjahre-Disco im Feuerwehrgerätehaus das Beste aus Rock und Pop genießen und gleichzeitig etwas in Erinnerungen schwelgen. Am Sonntag stand mit dem Gottesdienst im Gerätehaus und dem anschließenden Frühschoppen der gemütliche Aspekt im Vordergrund. Dazu sorgte das "Tourchester" für die passende musikalische Umrahmung: Das Ensemble hat sich aus der Feuerwehrkapelle Lich entwickelt und ist mittlerweile ein eigenständiger Verein. Mit seinem langjährigen Dirigenten Andreas Möschl steht dem Blasmusikorchester auch ein Cleeberger als Vorsitzender vor. Ein buntes Blasmusikprogramm erwartete die Besucher am Feuerwehrgerätehaus.

Dabei entstand die Cleeberger Feuerwehr schon fast aus Zufall: 1949 wollte die Gemeinde eine Wasserleitung in Cleeberg verlegen lassen - doch für eine solche gab es nur dann staatliche Zuschüsse, wenn es auch eine Feuerwehr vor Ort gab. Also fanden sich damals zehn Cleeberger Männer im Alten Rathaus zusammen und gründeten die örtliche Feuerwehr - mit dem 92-jährigen Eugen Diebel ist dem Verein auch eines seiner Gründungsmitglieder bis heute erhalten geblieben. Er war Ehrengast beim Festwochenende.

Seit dem Gründungsjahr ist viel Wasser dem Kleebach heruntergeflossen und auch die Feuerwehr machte einige Veränderungen durch: Anfangs war die Freiwillige Feuerwehr nur mit einer einzigen Wasserspritze auf einem Handpumpenwagen ausgerüstet. Später war eine DKW-Motorspritze schon ein großer Fortschritt. Sie wurde 1968 durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug des Typs Ford-Transit erweitert. Dem nun zu klein gewordenen Gerätehaus in der Oberen Pforte, direkt gegenüber der Kirche, folgte 1969 ein Neubau in der Espaer Straße, in dem die Wehr bis zu dessen Abriss im Januar 2013 untergebracht war.

Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte an das sich viele Vereinsmitglieder auch noch zwanzig Jahre später erinnern, war die Ausrichtung des 53. Kreisfeuerwehrverbandstages des Landkreises Gießen im Juni 1999 im Rahmen des 50-jährigen Vereinsjubiläums. Mit dem Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses 2013 und dem Neubau an gleicher Stelle, wurden Schritte unternommen, um auch in Zukunft die Feuerwehr in Cleeberg auf dem neuesten Stand zu halten.

Dass das auch nötig ist, kann man immer wieder sehen: Etwa als es am 16. März 2002 im Alten Rathaus in Cleeberg brannte. Oder erst im Februar des aktuellen Jahres, als die Feuerwehr Cleeberg die Löscharbeiten bei dem großen Scheunenbrand in Niederkleen unterstützte. Heute zählt die Einsatzabteilung in Cleeberg 33 Mitglieder, dazu noch zwölf Kinder in der Minifeuerwehr und zehn Mitglieder in der Jugendfeuerwehr - der Nachwuchs ist also vorerst gesichert.

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