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Die Grundsteuer für ein Eigenheim in Hüttenberg - hier Hörnsheim im Luftbild - wird in den kommenden Jahren wohl gehörig steigen. Foto: Henß

Grundsteuer bei 800 Punkten?

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Hüttenberg(con). Ohne Erhöhungen von Grund- und Gewerbesteuer geht es nicht mehr in Hüttenberg. Dies war auch ein Thema der Bürgerversammlung der Gemeinde am Donnerstagabend in Volpertshausen.

Liegt Hüttenberg in wenigen Jahren bei einer Grundsteuer von 800 Punkten und damit im Bereich von deutlich größeren Städten? Wie bereits in den letzten Sitzungen der Gemeindegremien ersichtlich wurde, sieht die finanzielle Situation der Gemeinde Hüttenberg derzeit düster aus: Selbst die Pflichtaufgaben der Gemeinde wie die Feuerwehr, Straßen und Kanäle sowie die Kinderbetreuung stellen finanzielle Herausforderungen dar. "Man fragt heute leider nicht mehr, was man machen und gestalten kann, sondern was man nicht machen kann unter den aktuellen Zahlen", sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Dr. Johannes Blöcher-Weil. Ein Thema, dass auch die Bürger beschäftigt, wie sich zur Bürgerversammlung offenbarte.

Strabs-Abschaffung kostet

Die Frage, wie hoch die Grundsteuer steigen müsse, konnte Bürgermeister Christof Heller allerdings noch nicht klar beantworten: "Nur beim Thema Straßenbeiträge (Strabs) wäre eine Erhöhung von 100 Hebesatzpunkten nötig, um die wegfallenden Bürgerbeiträge auszugleichen - aber nicht jedes Jahr fallen die Straßenbauprojekte so groß aus." Auch für den kommenden Neubau des Hüttenberger Hallenbades stehen Steuererhöhungen von rund 100 Hebesatzpunkten im Raum. Hier genaue Zahlen zu nennen, ist noch nicht möglich. "Wir wissen noch nicht, wie hoch hier die Summe sein wird - bislang sind alle Berechnungen nur Hochrechnungen im Vergleich zu einem Referenzbad."

Bereits zum Ende des kommenden Jahres rechnet die Gemeinde mit einer Verschuldung von 14 Millionen Euro - mindestens weitere 6 Millionen kommen durch den Neubau des Schwimmbades hinzu, dazu weitere zwei Millionen, sollten auch die Hüttenberger Bürgerstuben angegangen werden.

Schon seit einiger Zeit ist nun die Landstraße zwischen Rechtenbach und Weidenhausen nach der Sanierung wieder für den Verkehr geöffnet - doch mancher Autofahrer wundert sich derzeit über das Tempolimit: Denn obwohl man hier eine breite und gut ausgebaute Landstraße vorfindet, herrscht auf den gesamten zwei Kilometern Tempo 50. Das liegt allerdings an noch ausstehenden Arbeiten: Von Hessen Mobil sollen noch Schutzplanken angebracht werden, doch das hat sich verzögert. Voraussichtlich sollen diese nach Ende der Sperrung der Frankfurter Straße zwischen Rechtenbach und Wetzlar installiert werden.

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