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Die neuen Zeugnisinhaber sind noch keine fertigen Jäger; nun beginnt für sie die praktische Ausbildung. SYMBOLFOTO: DPA

Grünes Abitur für 22 junge Jäger

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Gießen (pm). Das Schießen beschloss die Prüfung zur Erlangung der Jagdausübungsberechtigung, kurz Jagdschein genannt. Vorausgegangen war für die Absolventen intensives Üben und Lernen der Fachbereiche Wildtierkunde, Recht und Gesetze, Waffenhandhabung und Schießen sowie allgemeiner Jagdbetrieb. Mit dem Prüfungszeugnis können sich die erfolgreichen Teilnehmer nun bei der Behörde ihren 1.

Jagdschein ausstellen lassen. Im Kreise der Jägerprüfungskommission, der Ausbilder und des Vorstands des Hubertus Gießen wurden die Prüflinge im Anschluss der Schießprüfung in den Kreis der Jägerschaft aufgenommen.

Nervenstärke auf dem Schießstand

Die Ausbilder des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung hatten die angehenden Jungjäger intensiv geschult und auf das »grüne Abitur« vorbereitet. Das umfasst eine schriftliche Prüfung, eine im mündlich Praktischen sowie das Schießen auf dem Schießstand auf Keiler, Bock, Fuchs und den Hasen. Besonders das Schießen auf den elektrischen »laufenden« Keiler ist eine nicht ganz einfache Angelegenheit und auch Nervensache. Hier zeigt sich die Nervenstärke. Schließlich sind die Jäger - neben der Polizei - die sichersten und zuverlässigsten Waffenbesitzer.

Hans Lang, Vorsitzender der Prüfungskommission, überreichte mit den Kommissionsmitgliedern die Jägerzeugnisse, die zum Erwerb des 1. Jagdschein berechtigen. Er war voll des Lobes für die Hubertus-Jungjägerausbildung und hatte für jeden der 22 erfolgreichen Prüflinge ein paar anerkennende Worte. Er mahnte aber auch zur waid- und tierschutzgerechten Jagd und zum respektvollen Umgang mit den Wildtieren.

Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt bedankte sich im Namen des Vereins bei der Jägerprüfungskommission für die faire Prüfung und das gute Klima während des Prüfungszeitraums. Dem Ausbildungsleiter Karl-Heinz Kuchenbecker gratulierte er zu den hervorragenden Prüfungsergebnissen und überreichte im Namen des Vorstandes Präsente.

Alle Jungjäger in Reviere vermittelt

Coranabedingt war die Zeit der Ausbildung keine leichte; beispielsweise war längere Zeit die Ausbildung per Videokonferenz erforderlich. Auch die Abschlussveranstaltung mit Übergabe der Zeugnisse fand mit gebührendem Abstand im Freien auf dem Vereinsgelände des größten hessischen Jagdvereins statt.

Die neuen Hubertus-Jungjäger konnten wiederum alle in Jagdreviere vermittelt werden. Die besten Teilnehmer erhielten eine Einladung zur Jagd im Hubertus-Ausbildungs- und Lehrrevier. Hans Lang erinnerte die neuen Zeugnisinhaber, dass sie nun noch keine fertigen Jäger seien. Jetzt beginne erst die praktische Ausbildung.

Der Vereinsvorsitzende forderte die neuen Jungjäger auf, in der Öffentlichkeit für das Waidwerk einzutreten. Er ermahnte sie, dass sie »Hubertus Gießen«-Aushängeschilder seien. Mit bestandener Jägerprüfung gehörten sie zu den am besten ausgebildeten Naturschützern im ehrenamtlichen Bereich.

Die Tendenz der Jagdschein-Interessierten im Kreis Gießen geht seit Jahren hin zur praxisorientierten Ausbildung im Heimatverein Hubertus Gießen, der sich für diese Art der Jungjägerausbildung starkmacht. Nicht nur aus der Sicht des Vorsitzenden werden im Verein Jäger und nicht nur Jagdscheininhaber ausgebildet, die bereits während der Ausbildungszeit jagdliche Kontakte knüpfen.

Anmeldungen für 2022 möglich

Aus dem Verbreitungsgebiet dieser Zeitung erhielten das Jäherzeugnis: Rea Mathilda Betz, Daniel Meyer, Balthasar Neubourg, Dr. Thomas Offner, Christoph Tellkamp, Etienne v. Kalckreuth (alle Gießen), Natascha Grawitter, Johannes Grawitter (beide Hüttenberg), Felix Jung (Grünberg), Stefan Kasseckert, Dr. Sascha von Grote (beide Linden), Saskia Nemitz (Wettenberg), Mischa Neroch (Hungen) und Leon Schließner (Buseck).

Der neue Halbjahreskurs (April bis Oktober) mit 25 Teilnehmern hat bereits begonnen. Anmeldungen können wieder für das nächste Jahr angenommen werden.

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