+
Die neue Doppelspitze der Allendorfer Grünen: Günter Muhly und Gabi Waldschmidt-Busse. FOTO: PM

Grüne wählen Doppelspitze

  • schließen

Allendorf(pm/jwr). Die Grünen haben in Allendorf/Lumda nun eine Doppelspitze: Bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands im Künstlerhof Arnold wählten die Mitglieder Gabi Waldschmidt-Busse und Günter Muhly zu gleichberechtigten Vorsitzenden. Kürzlich war Waldschmidt-Busse für Muhly in die Stadtverordnetenversammlung nachgerückt, nachdem dieser sein Mandat niedergelegt hatte.

Politikstil kritisch und konstruktiv

Außerdem wurde Stadtverordnetenvorsteherin und Fraktionsvorsitzende Sandra Henneberg als Kassiererin in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Als weiteres, nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied bekam Helmut Wißner das Votum der Mitglieder.

Bei der Versammlung blickten die Grünen auf ihre Arbeit zurück und steckten künftige Ziele ab. In vielen Gesprächen mit Einwohnern, Vereinen und weiteren Akteuren hätten Fraktions- und Ortsverbands-Mitglieder "die versprochene Bürgernähe praktiziert", heißt es in der Mitteilung.

Der ÖPNV müsse weiterentwickelt werden. Die mögliche Reaktivierung der Lumdatalbahn sei ein "wichtiges Projekt". Es bedürfe einer guten Verkehrsinfrastruktur, "die allen gerecht wird: Fußgängern, Radfahrern, Nutzern von ÖPNV und Autofahrern". Hier sieht der Ortsverband Verbesserungsbedarf. Thema waren auch Energieeinsparung und Energieeffizienz in Kommunen und Privathaushalten, dies müsse in Zukunft stärker forciert werden.

Henneberg stellte fest, man habe im Parlament teils "den begründeten Eindruck, dass der Aspekt der Nutzen/Kosten-Analyse bei etlichen kostenintensiven Aufgaben nicht ausreichend oder gar nicht berücksichtigt wird". Die Fraktion werde weiter alle Kostenblöcke kritisch hinterfragen. Auch wünsche man sich eine stärkere Bürgerbeteiligung bei politischen Prozessen.

Henneberg erwähnte auch den aktuellen Fraktionsantrag auf Stilllegung des Hombergs. Demnach soll er aus der Bewirtschaftung genommen und ausschließlich der Natur überlassen werden. Für eine solche Maßnahme könne die Stadt unter bestimmten Voraussetzungen Ökopunkte generieren, welche die finanziellen Einbußen im Vergleich zur regulären Bewirtschaftung minimieren würden. Wißner betonte, dass eine engmaschige sachorientierte Kooperation aller Parteien von großer Bedeutung sei. Populismus bringe die Stadt nicht voran. Wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz gehörten zusammen, betonte Manuel Haus. Doch der Erfolg hänge auch davon ab, inwieweit Region, Kreis und Kommunen die Fördermöglichkeiten ausschöpfen.

Mit Blick auf die Kommunalwahl 2021 lädt der Ortsverband alle zur Mitwirkung ein, die sich für grüne Kommunalpolitik engagieren wollen. Die Grünen in Allendorf pflegten "einen konstruktiv-kritischen Politikstil und versuchen trotz fehlender politischer Mehrheit, unsere Ideen und Vorstellungen einzubringen".

Kommunalpolitisch Interessierte können an offenen Sitzungen teilnehmen, so der Ortsverband. Infos: www.gruene-allendorf-lumda.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare