Grüne kritisieren Nahverkehrsplan

  • Patrick Dehnhardt
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Gießen(pm). Enttäuscht zeigen sich die Kreis-Grünen von dem jüngst auf der Verbandsversammlung des Zweckverbands Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) beschlossenen Nahverkehrsplan. In diesem zeige sich aus Sicht der Grünen "der mangelnden Wille, sich den künftigen, durch den Klimawandel bedingten, Herausforderungen zu stellen", schreiben sie in einer Pressemitteilung. Sie erwarten zudem, dass "erst die Änderung der Mehrheitsverhältnisse im Verband zu einer ambitionierteren Nahverkehrspolitik führen wird". Bislang ist der Landkreis Gießen mit lediglich 16,2 Prozent am ZOV beteiligt, der Wetteraukreis hält 51,7 Prozent, der Vogelsbergkreis 32,1 Prozent.

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Michael Buss, schreibt, dass die Mehrheit in der Verbandsversammlung einen Ausbau des Nahverkehrsangebots in den Abend- und Nachtstunden mit Kostenargumenten abgewiesen hätte. Auch das Thema Umsteigezeiten und gesicherte Anschlussverbindungen sei zu wenig beachtet worden.

Zudem kritisieren die Grünen die "Machbarkeitsstudie zu Verbesserungen auf der Vogelsbergbahn". Dr. Udo Ornik, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Vogelsbergkreis, sagte: "Daraus wurde eine reine Fahrplananalyse". Außerdem sieht Ornik die Ausschreibung der Vogelsbergbahn (Gießen-Grünberg-Alsfeld-Fulda) für 15 Jahre als kritisch: "Weder alternative Antriebe noch grundlegende Änderungen an Strecken und Fahrplänen werden über diesen Zeitraum möglich sein".

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