Aldi darf erweitern

Grüne: Gefahr für Altstadthandel

  • Thomas Brückner
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Grünberg(tb). Letzter Akt: Nachdem die Regionale Planungsversammlung vor einigen Wochen bereits ihr Placet zur Erweiterung des Aldi-Marktes erteilt hat, schafft jetzt auch die Kommune die Voraussetzungen. Einmütig hat das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung die Änderung des Bebauungsplans "Temperwiesen" beschlossen. Mit dem jetzt erwartbaren Satzungsbeschluss wird der Discounter seine Filiale von 940 auf 1200 Quadratmeter erweitern dürfen.

"Wir können den Prozess nicht aufhalten, sollten ihn aber nicht auch noch fördern", hatte Grünen-Sprecher Reinhard Ewert im Vorfeld gemahnt. Und damit die scheibchenweise Vergrößerung der Discounter in der Peripherie angesprochen, wobei gerade Aldi ob des hohen Non-Food-Anteils die Altstadtgeschäfte gefährde.

Dass am Standort Londorfer Straße keine weitere Erweiterung möglich, das Internet das größere Problem für den stationären Handel sei, warf Claudia Wolf (SPD) ein. Es gehe auch diesem Discounter um eine bessere Warenpräsentation, bei einem Nein sei eine Abwanderung zu befürchten, meinte Bürgermeister Frank Ide. Im Übrigen habe Grünberg bis auf die vier Handelsketten alles andere abgeblockt. Und abschließend: Wenn Rewe erweitern könnte, würde auch dazu Ja sagen.

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