Zeugnisse klösterlicher Kultur

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Grünberg (dis). Die Erwachsenenbildungsgruppe der evangelischen Stadtkirchengemeinde Grünberg unternahm mit 34 Teilnehmern eine Studienreise zu verschiedenen Zisterzienserklöstern in Süddeutschland. Im Frühsommer 2018 fand im Kloster Arnsburg bei Lich eine Tagung zum Thema "Zisterziensersterben" statt, in deren Verlauf Klöster vorgestellt wurden, die heute weitgehend in der Hand von evangelischen Kirchengemeinden oder historischen Vereinen sind. Durch diese Tagung angeregt, widmete sich die Arbeitsgruppe der Stadtkirche dem Thema "Zisterzienserklöster".

Im Verlauf des Winterhalbjahres stellte Pfarrer i.R. Hartmut Miethe die Ordensgeschichte vor, ging auf die Ordensregeln des heiligen Benedikts ein und erläuterte am Beispiel von Kloster Arnsburg die Funktionsweise eines Klosters bis hin zu seiner Auflösung. Weiterhin stellte er die einzelnen Klöster vor, die im Verlauf der Exkursion besichtigt werden sollten.

Einige Stätten, wie Kloster Schönau waren im Verlauf der Geschichte demoliert worden, andere wie Maulbronn erhielten eine neue Nutzung und andere sind, wie zum Beispiel Waldsassen, weiterhin lebendige Klöster. Neben dem Kloster Schönau wurde Kloster Maulbronn besucht, das weitestgehend seine mittelalterliche Bausubstanz erhalten konnte. Auf dem Klostergelände befinden sich neben einer Schule noch das Rathaus und die Polizei.

Ein herausragendes Zeugnis klösterlicher Kultur ist Kloster Bebenhausen bei Tübingen. Nach der Auflösung des Klosters wurde ein königliches Jagdschloss eingerichtet, dessen recht schlichtes Inneres besichtigt werden konnte.

Kloster Königsbronn wird von einem Verein betreut, der sich mit viel Einfallsreichtum der Verwaltung des historischen Erbes annimmt. In der alten Klosterbäckerei wurde ein Kaffeekannenmuseum eingerichtet. Kloster Schönefeld, von elf Nonnen bewohnt und bewirtschaftet, zeigte die ganze Pracht des Barockstils. Einrichtungen wie Museum, Naturkostladen, Wirtshaus und Kräutergarten boten Einblicke in ein Kloster, das die Tradition bewahrt und sich zugleich für die Gegenwart öffnet. Dem gleichen Konzept haben sich auch die Nonnen des Klosters Waldsassen verschrieben. Nachdem es kurz vor der Schließung stand, fand sich eine junge und engagierte Äbtissin, die das Haus wieder zum Leben erweckte.

Im Wintersemester sollen Schlösser und Gärten an der Loire vorgestellt werden - mit einer Studienfahrt. Die Vorbereitunsabende beginnen im Oktober. Bei Interesse kann man sich bei Hartmut Miethe voranmelden, Telefon 01 71/7 33 83 77.

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