Zahlreiche Arbeitsstunden geleistet

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Grünberg(pm). Die Mitglieder des Naturschutzbundes (NABU) Grünberg trafen sich zur Jahreshauptversammlung in der Bibliothek der Stadtkirche. Vorstandssprecher Rainer Pfisterer berichtete von einem ereignisreichen Jahr 2019, in dem NABU-Aktive ehrenamtlich für den Natur- und Umweltschutz tätig waren.

Weniger Amphibien

Pfisterer erinnerte daran, dass fünf Mitglieder im Auftrag der Landschaftspflegevereinigung Gießen über 120 Arbeitsstunden leisten, um den seltenen Pflanzengesellschaften und der damit einhergehenden Fauna bessere Entwicklungschancen zu geben. Daneben erwirtschaften sie einen finanziellen Beitrag für den Verein. Den mit Abstand größten Einsatz zeige, nicht nur hier, Geräteführer Wilhelm Zoll.

Die Obstwiese wird vom Naturschutzbund mit einer kleinen Herde Shropshire-Schafe beweidet. Dort und entlang des Waldrandes wurden zehn neue Nistkästen mit Drahtschutz aufgehängt.

Der Vorsitzende erinnerte an die Amphibienwanderung zum Eisteich, im vergangenen Jahr wurden über 600 Tiere gerettet und zu ihrem Laichgewässer Eisteich gebracht. Im Jahr zuvor waren es 761, ein Rückgang um 21 Prozent.

Der Eisteich hat den NABU Grünberg das ganze vergangene Jahr beschäftigt, vor allem wegen der Verpachtung an eine Interessengemeinschaft von Anglern und den Folgen.

Der Quellenforscher Stefan Zaenker war mit vier Kollegen im Brunnental, um mit NABU-Unterstützung weitere 38 Quellen zu kartieren und wissenschaftlich zu untersuchen. Es sind nun insgesamt 71 Quellen im Brunnental systematisch dokumentiert. Das vorgefundene Artenspektrum mit etwa 120 seltenen und zum Teil bedrohten Quellbewohnern spreche für ein weitgehend intaktes Ökosystem, teilte der Naturschutzbund mit.

Der Dank des Vorstands galt den Betreuern der NABU-Shropshire-Schafherde in Queckborn und der mobilen Rhönschaf-Herde, die zu den Obstwiesen in Grünberg und Lauter zieht. Hier kümmere sich Anja Ute Wölm besonders um die bis zu 14 Jahre alten Schafe.

Der Finanzbericht von Lothar Peter ergab eine leichte Unterdeckung im Geschäftsjahr 2019, die durch Investitionen in Arbeitsgeräte und ein neues Dach für den Schaf-Unterstand entstanden ist. Ein solider Kassenbestand für weitere Naturschutzmaßnahmen stehe dennoch zu Verfügung.

Die Kassenprüfer Volker Keil und Alfred Schlosser bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung, dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. Für die vakante Funktion des Öffentlichkeitsreferenten stellte sich Dr. Karl Vörckel zur Verfügung. Neuer Kassenprüfer ist Jürgen Becker.

Einige Höhepunkte des Jahres präsentierte Lothar Peter in einer Foto-Dokumentation. Dies leitete den gemütlichen Teil des Abends ein.

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