Wieder nichts mit »Grimmich, alles e Griewe«

  • Thomas Brückner
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Grünberg (pm/tb). Lange habe Grünbergs Magistrat mit sich gerungen, ob der Gallusmarkt nicht doch unter Pandemiebedingungen stattfinden könnte. »Schweren Herzens« aber, so nun die Stadt in einer Pressemitteilung, habe man sich wie 2020 für die Absage entschieden. Erwartungsgemäß folgte die städtische Exekutive damit der Empfehlung der Gallusmarktkommission (die GAZ berichtete).

Also wird es wieder nichts mit »Grimmich, alles e Griewe«, wie das Motto des Volksfestes lautet.

»Der Gallusmarkt ist ein Fest der Geselligkeit und der Tradition«, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Ohne den Frühschoppen mit der Wurzelbürger-Bürsterei oder den Bockbierabend könne es keinen Gallmärt geben,

Durchaus erwogen wurde im Magistrat ein »abgespecktes« Programm. Etwa mit Rummelplatz und Krämermarkt. Das aber sei letztlich am aufwendigen Sicherheits- und Hygienekonzept sowie an der nicht vorhersehbaren Entwicklung der Pandemie gescheitert. Die Gallusmarktkommission bereits hatte darin ein zu großes, nicht kalkulierbares Risiko gesehen. Der Schutz der Bevölkerung stehe weiter an erster Stelle.

Kunstausstellung in abgespeckter Form

Grünberger Unternehmen bereiten derweil den Gallmärt »fie deheeem« (für daheim) vor, sodass die Bürger nicht komplett auf »Schoppe und Sauhoingk« verzichten müssen. Auch für Sammler gibt es eine gute Nachricht: Das Löffelabzeichen wird wieder zum Verkauf angeboten.

Normalerweise hätte in diesem Jahr eine Woche vor dem Volksfest das »Grünberger Schaufenster« stattgefunden. Da die Organisation mit dem Gallusmarkt verwoben sei, werde auch dieses verschoben. Um den zweijährigen Rhythmus beizubehalten, wird die nächste Auflage wohl erst 2023 stattfinden.

Ein kleiner Lichtblick aber ist, dass die 50. Oberhessische Kunstausstellung wieder stattfinden kann. Hobby- und professionelle Künstler sind eingeladen, ihre Arbeit (dieses Jahr kann nur eine angenommen werden) vom 9. bis 17. Oktober 2021 im Barfüßerkloster zu präsentieren. Parallel dazu soll auch wieder eine digitale Ausstellung gezeigt werden, sodass man im Fall eines »hoffentlich unwahrscheinlichen« weiteren Lockdowns vorbereitet wäre.

Kontakt: Johanna Buckle (Tourismusbüro), Tel. 0 6401-804 114 oder per Mail j.buckle@gruenberg.de.

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