Spendenübergabe bei Cooper in Grünberg (v. l.): Bettina Wege-Lemp, Hans Busch, Renate Apitz-Busch (alle Tafel Grünberg), Anna Conrad (Tafel Gießen), Cooper-Werkleiter Ralf Heuschmid, Karin Dietz und Coskan Öztürk (Betriebsrat). FOTO: TB

Wertvolle Unterstützung für die Tafeln

  • Thomas Brückner
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Grünberg(tb). "Gerade jetzt für die Tafel zu spenden, da es einem wegen der Kurzarbeit selbst nicht so gut geht, das ist toll" - die Worte von Bettina Wege-Lemp, Leiterin der Diakonie in Grünberg, hätten sicher alle an diesem Morgen am Fabriktor von Cooper Standard unterzeichnet. Neben Vertretern der Tafeln Grünberg und Gießen sowie des Betriebsrats des Autozulieferers war dies Ralf Heuschmid. Seit Januar Werkleiter, hatte er die Spendenaktion initiiert. Ein Zeichen der Solidarität mit der Region. Mit Menschen, die unter der Corona-Krise besonders leiden. Zumal die Grünberger Tafel seit sechs Wochen geschlossen ist; nicht zuletzt weil fast alle Helfer zur Risikogruppe der Senioren gehören.

Gespendet wurden 150 verschließbare Transportbehälter, Schutzhelme sowie haltbare Lebensmittel. Nicht zu vergessen 650 Euro, die die Belegschaft von Cooper gesammelt hat. Wege-Lemp wie auch Anna Conrad namens der Gießener Tafel dankten für die Unterstützung. Erstere konnte vermelden, dass in Grünberg vermutlich übernächste Woche die Lebensmittel-Ausgabe wieder anlaufen werde. Zur Freude der rund 350 Kunden, von denen viele ihr Bedauern über die Schließung geäußert hätten. Positive Resonanz habe man dagegen für die zu Ostern versandten Einkaufsgutscheine erhalten.

Wie Conrad wissen ließ, hatte es in Gießen einen Bringdienst gegeben, sei dort die Ausgabe jetzt aber wieder komplett geöffnet. "Die Corona-Krise beschert täglich neue Herausforderungen. Die Kosten laufen weiter, wir sind auf Spenden angewiesen", unterstrich die Koordinatorin der Tafel in der Lahnstadt. Zum Glück könne man auf viele Ehrenamtliche zählen, darunter Neulinge und sogar Wiedereinsteiger. Nicht zu vergessen eine unerwartete Spendenquelle: Verbraucher brächten ihre wegen Corona angelegten übermäßigen Vorräte vorbei. Meist haltbare Lebensmittel wie Nudeln oder Reis, von denen die Tafel während der ersten "Hamsterwochen" gar nichts mehr erhalten hatte.

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