Weitere Millionen-Investition

  • Thomas Brückner
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Grünberg/Laubach(tb). Und das nicht nur in den Metropolen: Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen ist konstant hoch. Auch im ländlichen Mittelzentrum Grünberg/Laubach, wie der Vorstand der Bau- und Siedlungsgenossenschaft wissen lässt. Dass die gemeinnützige Körperschaft dagegen angeht, hat sie in jüngster Vergangenheit bewiesen.

Und will es auch weiter tun: Im nächsten Jahr soll der Startschuss für den Neubau eines Mehrfamilienhauses in Laubachs Schottener Straße fallen, veranschlagt bislang mit rund 2,7 Millionen Euro. Wie Vorstand Klaus Semmler gegenüber dieser Zeitung dazu erläuterte, haben sich zwischenzeitlich einige Änderungen an der Planung ergeben.

Aufgrund der Vorgaben des Bebauungsplans werden es so statt zweieinhalb Vollgeschossen mit Flachdach nur zwei mit Satteldach. Mithin verringert sich die Zahl der betreuten Wohnungen von 18 auf 14, fallen die frei finanzierten im Obergeschoss weg. Wann geht’s los? Semmler: "Nach den Sommerferien 2021." Erst vor wenigen Wochen hatte die Genossenschaft in Laubach ein Mietobjekt von privat erworben. Das Haus in der Straße "Am Leuchtfass" war 1995 mit öffentlichen Fördermitteln erbaut worden. Dem Vorstand zufolge ist es mit einer Miete von deutlich unter sechs Euro kostendeckend zu bewirtschaften, sind für erwähnten Neubau in der Schottener Straße "keine negativen Auswirkungen zu erwarten."

Gesamtbestand von 268 Wohnungen

Zum Rückblick auf jüngste Investitionen zwecks Entspannung auf dem Wohnungsmarkt gehört natürlich der Neubau des 16-Familien-Wohnhauses in der Kurt-Schumacher-Straße 15 in Grünberg. Dass die Bewohner plangemäß ab dem 1. Juni des Vorjahres einziehen konnten, das Objekt vollständig vermietet sei, gehörte zu den positiven Aspekten des Geschäftsberichtes 2019, den der Vorstand kürzlich der Mitgliederversammlung gab. Wie an dem Abend weiter zu erfahren, nennt die Genossenschaft nunmehr elf Mietwohnobjekte in Laubach und 13 in Grünberg mit insgesamt 268 Wohnungen, davon 152 preisgebunden, ihr Eigen. Hinzukommen eine Geschäftsstelle, 59 Garagen, 47 Kfz-Einstellplätze in Tiefgaragen, 47 Parkplätze sowie drei gewerbliche Einheiten. In den Erhalt dieses durchaus bedeutenden Vermögens investierte man allein im Vorjahr knapp 1,3 Millionen Euro. Die dicksten Brocken, was Instandhaltung und Modernisierung betrifft, konzentrierten sich dabei auf die Kurt-Schumacher-Straße in Grünberg. Allein in Haus Nummer 7 flossen für energetische Sanierung, Erneuerung von Balkonen, Fenstern, Rollläden, Heizkörpern und Dach gut 350 000 Euro. Kaum geringer waren die Ausgaben für die Mehrfamilienhäuser in der Nachbarschaft. Nicht nur hier wurden die Mieten nach Modernisierung, Sanierung und Neuvermietung moderat angepasst, im Schnitt stieg so die Grundmiete gegenüber dem Vorjahr um fünf Cent auf 4,66 Euro/qm.

Das Gesamtfazit des Vorstandes fällt auch für 2019 positiv aus: "Die Finanzlage des Unternehmens ist geordnet." Dass dabei die niedrigen Zinsen zupasskommen, wird nicht vergessen. Und die Absicht, auch künftig notwendige und wirtschaftlich sinnvolle Instandhaltungen und Modernisierungen vorzunehmen, um eine längerfristige Mieterbindung zu erreichen und Leerstände zu vermeiden.

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